Haushalt
Breitbrunn will große Investitionen angehen
Breitbrunn möchte große Investitionen angehen
Die Gemeinde Breitbrunn hat das ehemalige Gasthaus „Weißer Bock“ erworben, um es umzubauen. Im Haushaltsplan stehen Planungskosten für den Umbau des Traditionsgasthauses in Höhe von 25.000 Euro. Aber Breitbrunn hat heuer noch viel mehr vor.
Foto: Günther Geiling
Breitbrunn – Die Gemeinde Breitbrunn ist schuldenfrei. Das erlaubt ihr, einige Vorhaben anzugehen oder planen zu lassen. Das wirkt sich auch auf die Bürger aus.

Das Haushaltsvolumen der Gemeinde Breitbrunn beläuft sich in diesem Jahr im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt auf insgesamt 2.746.770 Euro. Der Verwaltungshaushalt umfasst 1.743.209 Euro. „Insgesamt ist die Haushaltslage als solide und ausgeglichen zu bezeichnen.“ So kennzeichnete Kämmerer Jürgen Pfister bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag die finanzielle Situation der Gemeinde, die derzeit keine Schulden hat und große Investitionen angehen möchte.

Hohe Personalkosten

Bürgermeisterin Ruth Frank stellte den Haushaltsplan vor. Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind die Kindergarten-Förderung mit 253.000 Euro, Personalkosten in Höhe von 196.000 Euro, alleine dem Personal im Bauhof werden 111.000 Euro gezahlt, sowie die Umlagen an den Landkreis und die Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach in Höhe von 627.293 Euro.

Über die Grundsteuer A werden 10.500 Euro an Einnahmen erwartet, über die Grundsteuer B 49.600 Euro und über die Gewerbesteuer 75.000 Euro. An Schlüsselzuweisungen erwartet Breitbrunn 494.524 Euro, über die Beteiligung an der Einkommensteuer 614 .700 Euro.

Die 2022 in der Gemeinde Breitbrunn geplanten Investitionen sind auf viele Bereiche verteilt

Die vorgesehenen Investitionen sind breit gefächert. So sollen beispielsweise 62.000 Euro in die Umrüstung der Sirenen und Funkmeldeempfänger für die Feuerwehr gesteckt werden, für das sogenannte Sturzflutrisikomanagement sind 200.000 Euro vorgesehen. Für einen Traktor für den Bauhof will die Gemeinde 60.000 Euro ausgeben. In diesem Zusammenhang stellte Andreas Fösel fest, dass in den Bauhof eigentlich noch ein Bus gehöre, weil ein Arbeiter den Traktor praktisch als Fahrzeug nutze. „Hier muss ein anderes Konzept her.“

Warum die Abwassergebühren steigen müssen

Der Kanal Breitbrunn und der Kanal Lußberg werden derzeit nicht kostendeckend betrieben, weswegen die Abwassergebühren in Breitbrunn von 0,93 auf 1,54 Euro und die in den Gemeindeteilen im Lautergrund von 2,20 auf 3 Euro angehoben werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

An den Grundsteuern A und B soll sich in Breitbrunn erst mal nichts ändern

Belassen wurden die Steuersätze für die Grundsteuern A und B bei 320 v. H.

Breitbrunn möchte große Investitionen angehen
Konkret werden die Pläne für ein Urnenfeld für anonyme Bestattungen auf dem Friedhof Breitbrunn.
Foto: Günther Geiling, Archiv

Beschlossen wurde, im Friedhof Breitbrunn Urnengräber in jeweils 40 mal 40 Zentimeter großen Rasenflächen für anonyme Bestattungen anzulegen. Die Nutzungszeit soll zehn Jahre betragen. Für diese Urnengräber und für Sandsteinplatten im Friedhof Breitbrunn setzt die Gemeinde heuer 15.000 Euro an. Die Planung für den Umbau des „Weißen Bocks“ wird 25.000 Euro, die Planung für die Alte Schule Breitbrunn 45.000 Euro kosten.

Der Haushaltsplan wurde einstimmig angenommen und bei zwei Gegenstimmen genehmigt.

An Wärmeverbund gedacht

Eine Mehrheit des Gemeinderats (vier Gegenstimmen) möchte eine Potenzialanalyse für eine klimafreundliche Wärmeverbundlösung fürs Gasthaus „Weißer Bock“, die Alte Schule, das Feuerwehrhaus, das Gemeindezentrum und den Bauhof. Es liegt dafür ein Angebotspreis 14.161 Euro vor.

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