Familien
Was Knetzgau in diese Grube baut
Auf diesem Gelände an der Babenberger Straße in Knetzgau wurden riesige Mengen an Erde ausgehoben.
Auf diesem Gelände an der Babenberger Straße in Knetzgau wurden riesige Mengen an Erde ausgehoben.
Foto: Marco Depner
F-Signet von Christiane Reuther Fränkischer Tag
Knetzgau – Mit dem Spatenstich für die neue Kindertagesstätte in Knetzgau startet das wichtige Bauprojekt einer weiteren Einrichtung für die Jüngsten.

Ein Erdaushub von gigantischem Ausmaß kündet seit zwei Wochen in der Babenberger Straße in Knetzgau den Neubau einer Kindertagesstätte an. Am Donnerstagnachmittag fand nun der obligatorische Spatenstich im Beisein von Knetzgaus Zweitem Bürgermeister Stefan Seubert und den Vertretern der Baufirmen und Architekturbüros statt.

In Knetzgau entsteht an der Babenberger Straße eine neue Kindertagesstätte. Beim obligatorischen Spatenstich freuen sich (von links): Silke Petri (Krippenleitung), Mark Zehe (Gemeinderat), Antonia Riedlmeier (Newo Bau), Robert Beetz (Gemeinderat),...
In Knetzgau entsteht an der Babenberger Straße eine neue Kindertagesstätte. Beim obligatorischen Spatenstich freuen sich (von links): Silke Petri (Krippenleitung), Mark Zehe (Gemeinderat), Antonia Riedlmeier (Newo Bau), Robert Beetz (Gemeinderat), Oliver Scheuplein (Newo Bau/Bauleiter Tiefbau), Anne Kaiser (gk-Projektmanagement), Zweiter Bürgermeister Stefan Seubert, Siegbert Schlereth (Architekturbüro Schlereth/Buzzi), Kirsten Siebenson (Bauunternehmen), Thomas Siebenson (Bauunternehmen) und Martin Mantel (Bauverwaltung).
Foto: Christiane Reuther

Auch wenn die Einrichtung der Baustelle für die Anwohner mit Unannehmlichkeiten verbunden ist – innerhalb einer Woche fielen immerhin 5000 Kubikmeter Erde an, die mit 500 Fuhren durch die Siedlungsstraßen abtransportiert werden musste – dürfte die Freude vor allem bei jungen Familien groß sein, dass nun endlich neben dem bestehenden Kindergarten an der Hauptstraße der Bau einer zweiten Kindertagesstätte im Neubaugebiet von Knetzgau voranschreitet.

Es wurde immer teurer

Der Zweite Bürgermeister erinnerte beim Spatenstich an die Bedarfsfortschreibung und Bedarfsanerkennung, die erstmals im November 2018 erfolgte. Im Januar des folgenden Jahres fand eine Abstimmung der Entwürfe für einen eingeschossigen Bau statt, mit dem Ergebnis, dass nur eine zweigeschossige Bauweise infrage kam. Es folgten Gespräche mit der Kindergartenfachaufsicht und der Regierung von Unterfranken. Lag die Kostenschätzung im Mai 2019 noch bei 3,1 Millionen Euro, haben sich die Kosten mit 6,5 Millionen Euro bis heute mehr als verdoppelt.

Der stellvertretende Bürgermeister sagte, er hoffe jedoch, dass das Projekt nicht so teuer wird. Fördergelder in Höhe von 1,7 Millionen Euro sollen laut Seubert vom Freistaat Bayern kommen und 1,5 Millionen Euro als Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für die Gemeinde Knetzgau bleibe somit ein Eigenanteil von 3,3 Millionen Euro.

Verzögerungen im Knetzgauer Kindergartenbau wegen der enorm gestiegenen Kosten

Verschiedene Verfahrensabläufe hätten leider zu Verzögerungen geführt. Seubert: „Diese waren vor allem den enorm gestiegenen Kosten geschuldet. Deshalb wurde auch der Planungsauftrag aufgehoben und es mussten europaweite Ausschreibungen vorgenommen werden. Dadurch verzögerte sich der Baubeginn nach erteilter Baugenehmigung, die im April erfolgte, um fünf Monate nach hinten.“

Nun aber konnte sich Seubert bedanken, bei den zuständigen Behörden am Landratsamt und bei der Regierung von Unterfranken. Wenn alles weiterhin so reibungslos verlaufe wie beim Erdaushub könnte der Rohbau im Juli 2023 stehen. Der weitere Ausbau erfolge dann in Paketen.

Architekt Siegbert Schlereth prognostizierte die Fertigstellung der Kindertagesstätte für Ende 2023 und fügte hinzu: „Aber da muss alles passen.“

Innerhalb einer Woche wurden 5000 Kubikmeter Aushub von diesem Platz an der Babenberger Straße in Knetzgau bewegt, um Platz für den Neubau einer Kindertagesstätte zu machen.
Innerhalb einer Woche wurden 5000 Kubikmeter Aushub von diesem Platz an der Babenberger Straße in Knetzgau bewegt, um Platz für den Neubau einer Kindertagesstätte zu machen.
Foto: Christiane Reuther

Stolz zeigte sich Seubert, selbst als Ingenieur im Tiefbau tätig, auf ein innovatives Wärmekonzept, mit dem die neue Kindertagesstätte beheizt wird. Dafür kämen Erdwärmesonden erstmals zum Einsatz. Zwei Geschosse werden gebaut, das Untergeschoss soll ins Gelände eingeschnitten werden. Für die Krippenkinder sind im Untergeschoss zwei Gruppen und für die Kindergartenkinder im Obergeschoss zwei Gruppen vorgesehen.

Man brauche die neue Kindertagesstätte, betonte Krippenleiterin Silke Petri. Momentan besuchten 125 Kindergarten- und 60 Krippenkinder den Kindergarten an der Hauptstraße in Knetzgau.

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