Nach Brand
Karibisches Eck: Verdächtigte bleiben in Deckung
Das Lokal ist ausgebrannt.
Das Lokal ist ausgebrannt.
Foto: Karsten Babucke
Lichtenfels – Bislang sind die nach dem Feuer im Strandlokal „Karibisches Eck“ in Lichtenfels gesuchten jungen Leute nicht bei der Polizei aufgetaucht.

Bereits am Tag nach dem verheerenden Brand in der Strand-Bar „Karibisches Eck“ am Oberwallenstadter Baggersee hatten die Brandermittler der Kripo eine heiße Spur: Das Feuer war im Bereich der Küchengeräte entstanden. In diesen Raum waren in der vorausgegangenen Nacht vier Jugendliche unbefugt eingedrungen, wie die Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zeigen.

Appell an Beteiligte oder Zeugen

Der Appell der Kriminalpolizei an die jungen Leute, sich selbst zu melden, blieb bis gestern allerdings noch ohne Erfolg. Auch Hinweise möglicher Zeugen unter der angegebenen Telefonnummer 09561/6450 blieben aus, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken am Dienstag zur Auskunft gab. Nun würden „weitreichende kriminalpolizeiliche Maßnahmen“ folgen, kündigte sie an.

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Die drastischste Möglichkeit wäre sicherlich eine Veröffentlichung der Aufnahmen in Zeitungen und Internet zu Fahndungszwecken. „Wer kennt diese Personen?“, steht üblicherweise unter solchen Aufrufen. Nach Rücksprache mit dem Staatsanwalt wäre das eine Option innerhalb der nächsten Tage. „Es könnte darauf hinauslaufen“, sagte die Sprecherin der Polizei.

Bei dem Brand war am Sonntag ein Schaden im hohen fünfstelligen Bereich entstanden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Was konkret auf den Bildern zu sehen ist, ob es Hinweise auf mutwilliges Zündeln gibt oder eher von einer Fahrlässigkeit auszugehen ist, dazu hielt sich die Polizei bedeckt.

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