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Karibisches Eck sendet Video-Botschaft
Karibisches Eck nach Brand Video Facebook
Valmir "Vali" Ferizi (Mitte) und seine Kollegen machen ihren Gästen in einer Videobotschaft auf Facebook Hoffnung.
Foto: Screenshot FT via Facebook
Karibisches Eck Brand
Nach dem Brand wollen Valmir "Vali" Ferizi (links) und sein Bruder nicht aufgeben.
Foto: Valmir Ferizi
Lichtenfels – Nach dem Brand der Strandbar: Valmir „Vali“ Ferizi und sein Team vom Oberwallenstadter Badesee machen ihren Gästen Hoffnung.

Nach dem Brand geben die Inhaber des „Karibischen Ecks“ nicht auf. Mit einer Videobotschaft wendet sich Valmir „Vali“ Ferizi und seine Kollegen an ihre Gäste. Die Facebook-Nutzer haben Valis Botschaft von Dienstagnacht bis zum frühen Mittwochnachmittag fast 750-mal geteilt.

Der Eigentümer des „Karibischen Ecks“ bedankt sich darin bei jedem einzelnen, der in den vergangenen Tagen dem Team geschrieben oder sogar Hilfe angeboten hat. Allerdings gehöre er und sein Team nicht zu denjenigen, die nur die Hand aufhalten und sagen: Wir wollen. „Was wir wollen ist arbeiten, Geld verdienen und einen Neustart aus eigener Kraft erreichen“, sagt Vali in seiner Video-Botschaft. Deshalb kündigt er den ersten Teil des Neuanfangs am Badesee Oberwallenstadt an.

Die Strandbar Karibisches Eck am Oberwallenstadter Badesee ist in der Nacht auf Sonntag vollkommen ausgebrannt.
Die Strandbar Karibisches Eck am Oberwallenstadter Badesee ist am frühen Sonntagmorgen vollkommen ausgebrannt.
Foto: FFW Lichtenfels

„Viel ist nicht mehr übrig geblieben“, sagt er. Aber dank der Hilfe der Stadt und einer Brauerei kann er neben dem Tretbootverleih nun auch Getränke anbieten. Die Brauerei Leikeim habe ihm einen Ausschankwagen zur Verfügung gestellt, die Stadt Lichtenfels die Überreste des Karibischen Ecks mit Strom versorgt. Außerdem können Interessenten weiterhin den Food-Truck „Landstreicher“ zur Mittagspause an Betrieben oder für abendliche Feiern mieten, sagt er.

 

Vier Verdächtige im Fokus

In der Nacht auf Sonntag hat mutmaßlich eine Gruppe von vier Jugendlichen das „Karibische Eck “ in Brand gesteckt. Die Polizei hat am Montag vermeldet, dass ein Überwachungsvideo vorliege und sie den vier Jugendlichen sich zu stellen – zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Bis Mittwochnachmittag habe sich allerdings niemand gemeldet, erklärt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth. Deshalb schließt auch die Staatsanwaltschaft eine öffentliche Fahndung nicht mehr aus. Dabei wird voraussichtlich das Überwachungsvideo veröffentlicht.

Polizei wartet noch mit Veröffentlichung

Wann das der Fall sein wird, kann die Pressestelle des Polizeipräsidiums noch nicht beantworten: „Wir wollen den Verdächtigen ein paar Tage Zeit geben, sich zu stellen.“ Zeugen können sich weiterhin bei der Polizeidienststelle Lichtenfels unter der Nummer 09561/6450 melden. Der Brand hat laut Angaben der Polizei einen Schaden im hohen fünfstelligen Bereich verursacht.

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