Alles richtig gemacht?
Die wilde Mufflons-Herde in Tschirn bekommt Besuch vom Landwirtschaftsausschuss des Landtags.
Die wilde Mufflons-Herde in Tschirn bekommt Besuch vom Landwirtschaftsausschuss des Landtags.
Foto: C. Kelle-Dingel/Archiv
Tschirn – Gemeinderat  Dank einer Petition entscheidet nun der Landtag über das Schicksal der Tschirner Mufflons. Für Bürgermeister Peter Klinger könnte das Konsequenzen haben.

Michael Hader (Alternative für Tschirn) erkundigte sich bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag über den anberaumten Besuch des Landwirtschaftsausschusses des Landtags wegen der Mufflons. Dies gehe, sagte Bürgermeister Peter Klinger (CSU), nicht von der Gemeinde aus, sondern erfolge aufgrund der von Michael Hebentanz aus Wickendorf beim Landtag eingereichten Petition auf Erhaltung der Tiere. Eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister sei, wie Geschäftsleiter Sven Schuster auf Nachfrage Haders erklärte, noch am Laufen.

Hader ging auch nochmals auf Bürgerbeschwerden hinsichtlich des Straßenbaus im Berliner Ring ein und übergab der Verwaltung eine Mängelliste. Laut Bürgermeister Klinger muss man sich auf die erfolgte Abnahme des Ingenieurbüros beziehungsweise der Baufirma verlassen. Dennoch werde man aufgrund der vorgebrachten Hinweise eine Ortsbesichtigung im Frühjahr halten.

Auf Gefahrenpunkt hingewiesen

Klaus Daum (Alternative für Tschirn) prangerte den großen, „nicht mehr bruchsicheren“ Baum im Park an, unter dem weiterhin Kinder spielten. Sobald es die Witterung zulässt, findet eine Prüfung des Baums statt. Dann wird entschieden, ob er gestutzt oder entfernt werden muss. Schließlich monierte Daum, dass der Schulbus der Tschirner Schüler bereits um 7 Uhr wegfahre. Nach deren Ankunft in Teuschnitz vergingen bis zum Schulstart 30 Minuten.

Mit Eltern abgesprochen

Laut Bürgermeister Klinger ist die Abfahrtszeit mit den Eltern abgesprochen, die sich mehrheitlich damit einverstanden erklärt hätten. Die Kinder würden vor Schulbeginn beaufsichtigt.

Der Gemeinderat erteilte der Verwaltung die Entlastung für das Rechnungsjahr 2019, bei einer Gegenstimme von Klaus Daum. Die örtliche Rechnungsprüfung hatte der Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz von Simone Keim am 12. November 2020 durchgeführt.

Zu den Prüfungserinnerungen nahm Bürgermeister Klinger Stellung. Aufgrund eines regelmäßigen Überschreitens der festgelegten Wassermenge der FWO (im Jahr 2019 um 3564 Kubikmeter) und der dadurch entstehenden Mehrkosten liefen Gespräche mit der FWO über eine Anpassung des Vertrags. Für den Einbau einer Mikrofiltration liege ein Angebot über rund 25 000 Euro vor; weitere Angebote würden eingeholt.

Häppchen „spendiert“

Angefragt worden war, warum Klinger Ende März 2019 bei einer Arge-Sitzung im Rathaus Teuschnitz aus Verfügungsmitteln Häppchen „spendiert“ hatte. Bei den an wechselnden Orten abgehaltenen Sitzungen sei jedes Mal eine andere Mitgliedskommune Gastgeber, erläuterte Klinger, in diesem Fall Tschirn. Die Sitzung habe jedoch aus organisatorischen Gründen in Teuschnitz stattgefunden.

Mit der Behandlung der Prüfungserinnerungen bestand Einverständnis. Die Jahresrechnung 2019 wurde im Verwaltungshaushalt mit 820 875,62 Euro und im Vermögenshaushalt mit 226 198,66 Euro, insgesamt 1 047 074,28 Euro, festgestellt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrug 51 336,78 Euro.

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