Integration
Zeitung aus der Perspektive von Zugewanderten
Deutschlernende bei der Redaktionssitzung für die neue Ausgabe des Magazins "Integrationist*in" der Euroschulen Bamberg.
Deutschlernende bei der Redaktionssitzung für die neue Ausgabe des Magazins "Integrationist*in" der Euroschulen Bamberg.
Foto: Melanie Kaiser
Bamberg – Welche Karrierechancen haben Frauen mit Kopftuch in Deutschland? Was bedeutet Integration für Zugewanderte? Mit diesen und anderen Themen setzten sich Deutschlernende an den Euroschulen in Bamberg im Rahmen eines Zeitungsprojektes auseinander.

Bereits Ende letzten Jahres ist so das Magazin "Integrationist*in" gefüllt mit spannenden Berichten, Reportagen, Kommentaren und Interviews entstanden. Das Besondere: Alle Artikel sind aus der Perspektive von Zugewanderten geschrieben, die über ihre Erfahrungen der Integration in Deutschland berichten.

Die Idee zu dem Magazin hatte Deutschlehrerin Melanie Kaiser: "Ich war auf der Suche nach einem praktischen Projekt für meine Kursteilnehmer in Coronazeiten", sagt sie. Für KLARTEXT! war sofort klar: Da sind wir dabei! So lernten die Jungredakteure mithilfe der KLARTEXT!-Unterlagen zunächst die unterschiedlichen journalistischen Stilformen sowie gesetzliche Grundlagen der Pressearbeit und die Aufgaben der Presse kennen. Zudem unterstützte KLARTEXT!-Redakteurin Ann-Kathrin Thönnes die Sprachschüler mit einem Workshop: Wie sollte ein Text aufgebaut sein, damit er die Leser fesselt? Wie formulieren Redakteure spannende Überschriften?

In der ersten Redaktionssitzung diskutierte die Gruppe über mögliche Themen und die passende Herangehensweise. Es folgten Recherchen und Entwürfe der Berichte, Reportagen, Kommentare und Interviews. In mehreren Redaktionssitzungen lasen und kommentierten die Mitwirkenden die Artikel in den einzelnen Entstehungsphasen, bis schließlich alle mit den Beiträgen zufrieden waren.

Erfahrungen mit deutscher Sprache und Medien

"Die Deutschlernenden haben bei dem Zeitungsprojekt viele Erfahrungen gemacht, die ihnen mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit im Umgang mit der deutschen Sprache gegeben haben. Und die Teilnehmenden konnten erfahren, wie durch Medien in einer Demokratie Partizipation möglich wird", ist Melanie Kaiser begeistert. Nach dem Projekt ist deshalb vor dem Projekt: Mit ihrem aktuellen Kurs plant die Deutschlehrerin bereits die nächste Ausgabe des Magazins.

 

von Melanie Kaiser und Ann-Kathrin Thönnes