Burschenschaft
Hilfe für junge Studenten
Bamberg

160 Jahre: Auf dieses Alter kann die Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg im diesjährigen Sommersemester zurückblicken. Ihr Haus hat die 1861 in Leipzig gegründete christliche Burschenschaft gegenüber der Ottokirche im Bamberger Norden. Anlässlich des Jubiläums wurde die Hausfassade saniert und strahlt nun wieder in frischen Farben, teilt die Burschenschaft mit.

Öffentlich gefeiert werden konnte das Jubiläum coronabedingt nicht. Lediglich Online-Convente fanden statt, auf denen ein neuer Vorstand gewählt wurde: Der Wirtschaftsinformatiker Alexander Meier wird künftig die Geschicke des Verbandes Alter Herren leiten, unterstützt durch Schriftführer Axel Bernd Kunze und Kassenwart Stefan Schürger, die in ihren Ämtern bestätigt wurden. „Mit unserem Haus stellen wir Studenten günstigen Wohnraum zur Verfügung, zentral gelegen zwischen den drei Universitätsstandorten Innenstadt, Erba und Feki“, erläutert der neue Vorsitzende.

Studentenverbindungen sind in Bamberg selbstverständlicher Bestandteil des städtischen und universitären Lebens. Doch Vorurteile zeigen sich auch hier: „Schon mehrfach ist unser Haus Opfer von Farbanschlägen geworden, zuletzt in diesem Sommersemester“, beklagt Meier. Die notwendigen Sanierungen müssten aus eigenen Mitteln bestritten werden. „Öffentliche Gelder erhalten wir nicht“, so Meier weiter.

Lebenslange Gemeinschaft

Burschenschaften verstehen sich als überparteilich und überkonfessionell, wollen aber ihre Mitglieder zur Übernahme demokratischer Verantwortung befähigen. „Wir möchten junge Studenten in ihrem Studium begleiten: nicht nur durch günstige Studentenzimmer, sondern durch eine starke Gemeinschaft, die ein Leben lang trägt“, erläutert Meier den Auftrag seiner Alemannia. Ziel sei es, neben dem Fachstudium ganzheitliche Persönlichkeitsbildung und Erfahrungen einer umfassenden akademischen Kultur zu vermitteln.

So finden interdisziplinäre Vortrags- und Diskussionsabende zu wissenschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Themen statt; in den letzten Monaten waren diese coronabedingt nur online möglich. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. So lädt die Alemannia jeweils zu Semesterbeginn dazu ein, den „Bierbachelor“ zu erwerben, bei dem man nicht nur Bambergs Brauereien kennenlernen, sondern auch neue Kontakte knüpfen kann. red