Das ist eine schräge Angelegenheit
Ein schräger Gehsteig zu einer niedrig gelegenen Hofeinfahrt (im Vordergrund) wurde von einem Anlieger kritisiert. Der Bauausschuss sah sich dort um und diskutierte über eine Lösung.
Ein schräger Gehsteig zu einer niedrig gelegenen Hofeinfahrt (im Vordergrund) wurde von einem Anlieger kritisiert. Der Bauausschuss sah sich dort um und diskutierte über eine Lösung.
Foto: Günther Geiling
Stettfeld – Projekte  Bei einer Ortsbesichtigung nahm der Bauausschuss der Gemeinde Stettfeld verschiedene Wünsche von Bürgern zu Baumaßnahmen, aber auch zukünftige Standorte von Vorhaben in Augenschein.

Eine längere Diskussion gab es im Bauausschuss wegen eines schrägen Gehsteigs an der Hauptstraße 14. Der Bauausschuss sah sich dort um. Grundstücksbesitzer Werner Pfister behagt der zu schräge Gehsteig vor seiner Hofeinfahrt nicht. Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt wurde dort neu gepflastert, und so ist auch der schräge Gehsteig entstanden. Das Hauptproblem besteht darin, dass das Hofgrundstück etwas tiefer als der Gehsteig liegt und dann bei Starkregen Wasser in die Einfahrt fließt.

Den Bauausschussmitgliedern war klar, dass hier Abhilfe geschaffen werden muss. Um die Schräge zu beseitigen, wurden sehr unterschiedliche Lösungen diskutiert. Eine Erhöhung auf einen normalen Gehsteig ergebe auf der anderen Seite eine höhere Rampe, sagte jemand. Bürgermeister Alfons Hartlieb schlug einen Kompromiss vor: Der Bauhof solle erst einmal eine mögliche Neigung der Auffahrt mit Schotter modellieren und so eine Auffahrt für ein Auto schaffen. Dann wolle man die entsprechende Alternative mit dem Anlieger abklären.

Beim Thema Autobahnbrücke informierte Bürgermeister Alfons Hartlieb, dass die Betonbrücke zwar im Eigentum der Autobahnmeisterei sei, aber die Straße zur und von der Brücke sowie die Entwässerung der Brücke im Eigentum der Gemeinde Stettfeld seien. Diese Übernahme der Straße seitlich der Brücke sei nach Abschluss des Brückenbaues durch die Autobahndirektion mit einem Vertrag und einer Einmalzahlung von 65 000 Euro an die Gemeinde geregelt worden.

Da der Fahrbahnbelag auf die Länge von jeweils rund 25 Metern auf beiden Seiten des Brückenlagers kaputt sei, habe die Autobahndirektion die Gemeinde aufgefordert, diesen Belag herauszureißen und die Straße neu zu asphaltieren. Die Behörde in Knetzgau befürchte nämlich, dass durch den schadhaften Straßenbelag Wasser eindringe und damit die Brückenköpfe mit der Zeit schädige. Aus diesem Grund müsse die Gemeinde diese Maßnahme in den Haushalt für das Jahr 2022 einstellen.

Bürgermeister Hartlieb meinte, dass man um diese Sanierung nicht herumkomme. Schließlich sei die Brücke schon rund 35 Jahre alt und da fielen solche Arbeiten an. Außerdem könnte man bei Verzögerung dieser Maßnahme eventuell auch noch für Folgeschäden zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Kostenschätzung für diese Maßnahme gebe es noch nicht.

In der Straße „Hinterer Graben“ erläuterte Helmut Schöpplein seinen Plan, die Parksituation in der Bachstraße zu verbessern, indem er Parkplätze auf seinem Grundstück schaffen wolle. Dazu sei es aber notwendig, eine brückenähnliche Konstruktion über den Mühlbach zu ermöglichen – mit einer Breite von fünf Metern. Dies könnte nur geschehen, wenn auch die Gemeinde ihre Zustimmung erteile und mit einer Grunddienstbarkeit erlaube, die Fundamente für die Auflage der Brücke auf ihrem Gelände zu gestatten. Der Bauausschuss hatte nichts gegen dieses Vorgehen.

Wiederholt kam schon der Zustand des Mühlbaches zur Sprache, zu dem sich das Gremium dann begab, um den Dammdurchbruch zu besichtigen. Dort läuft das Wasser über eine Wiese in das alte Bachbett. Das Büro „proterra“ hat schon eine Planung, wie der Mühlbach wieder in sein ursprüngliches Bett kommen soll. Bei Hochwasser gibt es keinen geregelten Ablauf. Thorsten Kneuer meinte: „Eigentlich wollen wir Hochwasserschutz, aber den bringen wir nicht hin, denn wir bräuchten ja einen Damm mit einer Höhe von sechs Metern.“

Man war sich einig darin, dass eine wirkliche Verbesserung nur durch die Zurückverlegung des Mühlbaches in sein ursprüngliches Bett möglich sei. Hierfür müsste man eigentlich nach dem Parkplatz am Sportgelände damit anfangen.