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ÖJV-Preis für drei Revierleiter
LKR Haßberge – Um zu zeigen, wie Jagen von Wild und Schützen des Waldes in Einklang zu bringen sind, verleiht der Ökologische Jagdverein (ÖJV) jährlich den Wald-vor-...

Um zu zeigen, wie Jagen von Wild und Schützen des Waldes in Einklang zu bringen sind, verleiht der Ökologische Jagdverein (ÖJV) jährlich den Wald-vor-Wild-Preis an jagdlich verantwortliche Personen. Erstmals waren es drei Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten, die ausgezeichnet wurden, heißt es in einer Pressemitteilung. Ausgezeichnet wurden Andreas Balling, Petra Diener und Ellen Koller. Die Ehrung erfolgte auf dem Zabelstein (Nähe Michelau) durch Wolfgang Kornder, den Vorsitzenden des ÖJV. Die Laudatio hielt Ulrich Mergner, der ehemalige Leiter des Forstbetriebs Ebrach. Die zahlreichen Grußwortredner aus Politik und Verbänden betonten, wie wichtig in Zeiten des Klimawandels ein vielfältiger Wald sei.

Der Ehrung voraus ging eine Exkursion in die drei Reviere der Forstleute. Es wurde eindrucksvoll gezeigt, wie durch eine konsequente Rehwildbejagung Waldverjüngung und Bodenpflanzen geschützt werden. Im Revier Schmerb (Andreas Balling) waren es vor allem üppig wachsende Jungtannen, die ohne künstliche Schutzmaßnahmen unter absterbende Fichtenwälder gepflanzt waren.

Im Revier Oberschwappach ist es Ellen Koller gelungen, Eichen natürlich zu verjüngen, was in den meisten Jagdrevieren Bayerns unmöglich ist. Das Revier Hundelshausen (Petra Diener) glänzte durch großflächigen Aufwuchs von Edellaubbäumen. 15 Baumarten konnte die Revierleiterin vorzeigen, die sich dank der Entlastung vom Rehwildverbiss von ganz alleine verjüngt hatten.

Rehwildbestand gesichert

Weiter heißt es in der Mitteilung, die Rehwildvorkommen in allen drei Revieren bewegten sich trotz des geringen Verbisses auf einem Niveau, welches erlaube, nachhaltig jährlich pro Revier über 100 Rehe zu erlegen. Der Rehwildbestand sei somit gesichert. red