Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr
Mit Hilfe der Drehleiter wurde teilweise das Dach abgedeckt, um für Entlüftung zu sorgen und den Wehrleuten einen besseren Einblick in die Lage zu verschaffen.
Mit Hilfe der Drehleiter wurde teilweise das Dach abgedeckt, um für Entlüftung zu sorgen und den Wehrleuten einen besseren Einblick in die Lage zu verschaffen.
Foto: Christian Licha
Ostheim – Feuer  In einem Wohnhaus in Ostheim hat es am Sonntag gebrannt. Das Anwesen war für die Rettungskräfte schwer zugänglich.

Schon aus weiter Entfernung war am Sonntagvormittag eine große Rauchsäule über dem Hofheimer Stadtteil Ostheim sichtbar. Es brannte in einem Wohnhaus. Verletzte gab es glücklicherweise keine. Jedoch erschwerte der nur schwer zugängliche Innenbereich des Hauses die Arbeit der Feuerwehren vor Ort.

Ein Nachbar hatte kurz vor 11.30 Uhr die Rauchentwicklung in dem Wohnhaus gleich nebenan bemerkt. Der junge Mann, der selbst auch bei der Feuerwehr Hofheim ehrenamtlich tätig ist, handelte geistesgegenwärtig und holte sofort die Bewohner, eine Mutter mit ihrer Tochter, aus dem brennenden Anwesen. Danach informierte er per Notruf die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt, die wiederum die freiwilligen Feuerwehren aus Ostheim und Hofheim alarmierte.

Ursache Sicherungskasten?

„Das Feuer ist vermutlich in einem Sicherungskasten entstanden, hat auf die Zwischendecke übergegriffen und sich über den gesamten Dachstuhl ausgebreitet“, sagte Mathias Wilk, der Zweite Kommandant der Feuerwehr Hofheim.

Mit Hilfe der neuen Hofheimer Drehleiter, die erst seit Mai in Dienst ist, wurde das Dach teilweise abgedeckt. Dies diente der Entlüftung und der Abklärung der Lage, denn das Obergeschoss und der Spitzboden waren stark verraucht.

Schwierig war der Zugang zum Spitzboden, wie Kommandant und Einsatzleiter Dirk Häusinger berichtete. Hier gab es keine Leiter oder Ähnliches, so dass der Innenangriff dort mittels eines Zugangs über die angebaute Scheune erfolgen musste. Aufwendig mussten auch die Innenverkleidungen entfernt werden, um an letzte Glutnester zu gelangen. Im Innenangriff waren insgesamt sechs Trupps Atemgeräteträger gefordert. Anfänglich herrschte bei den Bewohnerinnen Angst um ihre Kleintiere, die sich im Erdgeschoss in ihren Käfigen befanden. Dieses Stockwerk blieb aber vom Rauch verschont, so dass auch die Tiere mit dem Schrecken davonkamen. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Wie es an der Einsatzstelle hieß, wurde der Familie schon eine vorübergehende Unterkunft im Dorf angeboten.

Insgesamt waren die Feuerwehren Ostheim und Hofheim mit 45 Einsatzkräften vor Ort. Wegen den besonderen Bedingungen zog sich der Einsatz bis in die späten Nachmittagsstunden hin. Kreisbrandinspektor Andreas Franz und Kreisbrandmeister Johannes Hauck machten sich ebenfalls ein Bild der Lage und unterstützten die Feuerwehren. Der Sachschaden wird sich laut Polizei wohl im fünfstelligen Bereich bewegen.