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Diskussion um das Standesamt in Steinwiesen
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Steinwiesen

Susanne Deuerling

Einstimmig wurde die Bestellung von Sandy Förtsch zur Standesbeamtin des Marktes Steinwiesen zum 1. Mai 2022 widerrufen.

Wegen des Ausscheidens von Förtsch aus ihrem Arbeitsverhältnis verfügt Steinwiesen nur noch über Roland Zwosta als Standesbeamten sowie Margrita Baaser, die noch als Minijoblerin zur Verfügung steht.

Es besteht nun die Möglichkeit einer „großen Delegation“. Das bedeutet: Die Übertragung der Aufgaben an einen leistungsfähigen Partner, in diesem Fall das Standesamt Kronach. Alle anfallenden Aufgaben und Arbeiten würden dann in Kronach erledigt. Es könnte zwar in Steinwiesen weiter geheiratet werden, nur die Beurkundung und Aufnahme würde in Kronach erfolgen. Urkunden könnten dann telefonisch oder online beantragt und zugeschickt werden.

Unterstützung aus dem Rathaus

Selbstverständlich wäre man aber im Rathaus Steinwiesen auch bereit, weiterhin zu helfen − etwa bei Anfragen an das Standesamt oder Anforderungen von Urkunden.

Im Gemeinderat war man geteilter Meinung: Brigitte Geiger (SPD) meinte, dass man das Standesamt unbedingt in Steinwiesen halten solle. Gerade für ältere Bürger sei es ein Stück Lebensqualität, ihnen könne der Gang nach Kronach nicht zugemutet werden. „Wir dürfen nicht alles aufgeben. Das ist unsere Vergangenheit, es geht hier doch um die Bürger“, betonte Geiger.

Bürgermeister Wunder sagte, dass es freilich schön sei, ein Standesamt vor Ort zu haben, aber es müsse auch qualifiziertes Personal vorhanden sein. Ausbildung, Weiterbildung und die Schulungen fielen zudem jedes Jahr an. Prinzipiell werde die Verlegung des Standesamtes den Bürgern persönlich keine großen Nachteile bringen, da ohnehin fast alles online erledigt werden muss. „Wir unterstützen unsere Bürger natürlich weiterhin und helfen bei Anfragen usw.“, sagte Wunder.

Auch Geschäftsleiter Rainer Deuerling führte aus, dass es aktuell keine Alternative gebe: Um einen neuen Standesbeamten zu bekommen, muss ein Vorlauf von mindestens einem Jahr eingeplant werden. „Diese Zeit können wir nicht überbrücken.“

Fraktionsvorsitzender Jürgen Eckert (CSU) stellte den Antrag an den Gemeinderat, diesen Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung zu verschieben. Man wolle sich bis dahin noch eingehender informieren. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Plakate an Laternenpfählen

Weil die Plakatierung an Laternenpfählen das Ortsbild stark beeinträchtigt, wurde ein externes Unternehmen angefragt, das sich künftig um die Plakatierung kümmern soll. Der Vorteil wäre, dass durch fest installierte Wechselrahmen im A1-Format ein sauberes Bild entstünde und sich die Firma um das Anbringen und Abnehmen kümmern würde. Die Kosten lägen bei einer Pauschale von 15 Euro. Wie Simone Michel ausführte, wurden im gesamten Ortsgebiet einige Laternenstandorte ausgesucht: In Steinwiesen acht, eine in Neufang sowie jeweils zwei in Nurn und Birnbaum. Hinzu käme eine in Schlegelshaid.

Die Kostenabrechnung mit dem Kunden übernähme die Agentur. Für örtliche Vereine wäre die Plakatierung kostenlos, für Blutspenden-Banner usw. würden Sonderregelungen vereinbart.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Auf Rückfrage erklärt Simone Michel, dass die Werbeagentur eine Frist vorgebe, wann man die Plakate anmelden kann. Die erste Meldung werde dann berücksichtigt.

Auch Bürgermeister Gerhard Wunder betonte, dass es das Wichtigste sei, zu gewährleisten, dass örtliche Vereine ihre Plakate stets kostenfrei anbringen dürften.

Einstimmig beschlossen die Räte nach den Ausführungen, die Plakatierung für die nächsten drei Jahre zum Preis von 15 Euro pro Laterne an die Werbeagentur Alexander Fietz (Cityposter) zu vergeben. Die Firma ist in Sonneberg ansässig.

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