Es bleibt beim Lüften
Vom FWO-Schacht an der Kreisstraße KC 5 wird ab kommender Woche eine Wasserleitung zum Ortsnetz Hummendorf verlegt. Bürgermeister Jörg Neubauer, Bauamtsleiterin Tanja Renner sowie Michael Rüger und Thomas Fischer-Feick von der FWO (von links) besprachen vor Ort die Arbeiten.
Vom FWO-Schacht an der Kreisstraße KC 5 wird ab kommender Woche eine Wasserleitung zum Ortsnetz Hummendorf verlegt. Bürgermeister Jörg Neubauer, Bauamtsleiterin Tanja Renner sowie Michael Rüger und Thomas Fischer-Feick von der FWO (von links) besprachen vor Ort die Arbeiten.
Foto: Karl-Heinz Hofmann
Weißenbrunn – Grundschule  Der Weißenbrunner Gemeinderat spricht sich gegen die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsanlagen aus.

Karl-Heinz Hofmann

Über die Anschaffung von Luftreinigern für die Klassenzimmer in der Grundschule Weißenbrunn wird in der Gemeinderäte schon seit einigen Wochen diskutiert. Doch auch in der Gemeinderatssitzung am Dienstag kam man zu keiner Lösung.

Rektor und Gemeinderat Ralf Knöchel (SPD) betonte, dass die bisher finanziell einigermaßen erschwinglichen Luftreiniger nicht das Lüften ersetzen. Bisher fahre man in den Klassenzimmern mit der Lüftungspraxis recht gut. Außerdem würden die Kohlendioxyd-Werte regelmäßig gemessen.

Michael Bohl (CSU) meinte, dass damit die Kinder im Winter beim regelmäßigen Lüften frieren müssten. Er regte an, Angebote einzuholen. Pohl ist Lehrer an einer Schule, die Luftreiniger im Einsatz hat, und er konnte bisher keine Nachteile feststellen. „Die laufen ziemlich ruhig“, sagte er. Vielleicht könnte man vier solcher Geräte leasen. Ralf Oßmann (CSU) fragte, ob sich die Kommunen nicht auf Landkreisebene zusammenschließen könnten.

Keine Schnellschüsse

Bürgermeister Jörg Neubauer (SPD) hingegen meinte, er sei kein Freund von Schnellschüssen. Er sehe noch zu viele Ungereimtheiten. Günther Oßwald (SPD) pflichtete ihm bei.

Nach den Ausführungen von Geschäftsleiter Markus Wagner zu Typen und staatlicher Förderung beschloss das Gremium schließlich gegen die Stimme von Michael Bohl, von der Beschaffung von mobilen Luftreinigern Abstand zu nehmen.

Eine junge Familie will im Bereich der Straße Am Ruhstein ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Geräteraum errichten. Während die Gemeinderäte die Voranfrage befürwortete, meldete die Verwaltung Bedenken an. Beim Bauplatz handle es sich um einen Außenbereich, es bestehe keine Privilegierung. Auch die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung seien nicht gesichert, die Zufahrt sei nur als öffentlicher Feld- und Waldweg gewidmet. Der Bürgermeister gab dazu eine ausführliche Stellungnahme ab und hatte am Ende das gesamte Gremium hinter sich. Aus verwaltungs- und baurechtlicher Sicht sei die Sachlage zwar eigentlich klar, jedoch müsse man sich klar vor Augen halten, dass im gewünschten Bereich mittelfristig ein Baugebiet entstehen soll. „Der familiäre Charakter unserer Gemeinde soll dadurch verfestigt und weiter ausgebaut werden“, so Neubauer. Aufgabe des Gremiums sei lediglich die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens. Die rechtliche Prüfung müsse die Bauaufsichtsbehörde, also das Landratsamt Kronach übernehmen.

„Aus meiner Sicht ist es deshalb sinnvoll, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, um dem Landratsamt zu signalisieren, dass die Gemeinde Weißenbrunn Bauvorhaben in diesem Gebiet offen gegenübersteht“, betonte der Bürgermeister. Dies bedeute freilich nicht, dass die Gemeinde grundsätzlich Bauvorhaben im Außenbereich befürwortet. „Wir wollen hier vor allem jungen Familien die Möglichkeit bieten, in unserer schönen Gemeinde Wurzeln zu schlagen.“

Anschluss an die FWO kommt

Der Rathauschef informierte das Gremium, dass er den Auftrag für den Bau der Verbindungsleitung vom Schacht der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) an der Kreisstraße KC 5 zum Versorgungsnetz von Hummendorf an die Firma VSTR aus Rodewisch zum Angebotspreis von 166 571 Euro vergeben habe. Bei dem geförderten Projekt würden rund 140 Meter Wasserleitung von der Gemarkungsgrenze zu Neuses nach Hummendorf verlegt. Es handle sich um den ersten Wasserbezug der Gemeinde Weißenbrunn von der FWO.

Dadurch entstehe eine relevante Druckverbesserung – vor allem im Hinblick auf die expandierende Firma Sitec und das entstehende Seniorenwohnheim. Auch der Feuerschutz werde verbessert. Die Maßnahme soll am 2. November beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.