Investitionen
FFW will mehr Mitsprache
Das Bild zeigt die Geehrten mit (von links) Bürgermeister Peter Ebertsch, Kommandant Benedikt Barnickel, Zweitem Kommandant Fritz Hempfling, Zweitem Vorsitzenden Guido Hammerschmidt, Vorsitzendem Tristan Wunderlich und Kreisbrandmeister Harald Meyer
Das Bild zeigt die Geehrten mit (von links) Bürgermeister Peter Ebertsch, Kommandant Benedikt Barnickel, Zweitem Kommandant Fritz Hempfling, Zweitem Vorsitzenden Guido Hammerschmidt, Vorsitzendem Tristan Wunderlich und Kreisbrandmeister Harald Meyer
Foto: privat
Langenau – „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Ehrungen wieder jährlich an der Hauptversammlung durchzuführen, da uns die Wertschätzung unserer langjäh...

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Ehrungen wieder jährlich an der Hauptversammlung durchzuführen, da uns die Wertschätzung unserer langjährigen Mitglieder sehr am Herzen liegt.“ Mit diesen Worten begann Vorsitzender Tristan Wunderlich die Würdigung verdienter Feuerwehrler. So überreichte er Holger Fröba, Fritz Kraus, und Oliver Klemm eine Urkunde und ein Präsent für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit. Bernd Dütthorn, Norbert Höhn, Horst Hempfling und Hans Reier wurden für 50, Harald Stegner gar für 60 Jahre ausgezeichnet.

Neben den Ehrungen gab Wunderlich einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Aktuell zähle man 60 Mitglieder, die Entwicklung sei durch Sterbefälle leicht rückläufig. Wegen Corona seien keine Veranstaltungen möglich gewesen, selbst zu Vorstandssitzungen habe man sich lange gar nicht, dann nur unter erschwerten Bedingungen treffen können. Besonders unglücklich sei dies auch deshalb, weil der Vorstand letztes Jahr komplett neu gewählt wurde.

Nichtsdestotrotz sei bei der Langenauer Feuerwehr einiges los gewesen. Vor allem das Thema Feuerwehrhausneubau hielt den Vorsitzenden als auch den Kommandanten, Benedikt Barnickel, auf Trab. Beide kritisierten, dass sie zu wenig Mitsprache bei der Planung der neuen Fahrzeughalle hatten. Barnickel befand den Bau als generell zu klein und sah Vorschriften verletzt. Außerdem sei es ärgerlich, dass die Inneneinrichtung erst im Nachhinein bestellt werde. Dabei sei es für sie unverständlich, dass der Feuerwehrverein nun einen Teil der Kosten für die Anschaffung von Spinden tragen solle, obwohl man bereits fünftausend Euro für Haus und Auto gegeben habe. „Schade, dass die Feuerwehr wegen etwas mit der Gemeinde verhandeln muss, was eigentlich selbstverständlich sein sollte“, so Barnickel.

Einige Mitglieder des Feuerwehrvereins schlugen in die gleiche Kerbe. Ehrenmitglied Jürgen Scheler betonte, dass der Verein bereits fünfzehn Jahresbeiträge geopfert habe, um sich an Feuerwehrhaus und -auto zu beteiligen. Ihm fehle dafür die Wertschätzung. Bernd Dütthorn fragte an, ob es nicht Pflichtaufgabe der Kommune sei, die Feuerwehr vollständig zu finanzieren.

Bürgermeister Peter Ebertsch entgegnete, dass man doch einmal „die Kirche im Dorf lassen“ solle. In Langenau seien in den letzten Jahren durch die Gemeinde insgesamt 333 000 Euro in das Feuerwehrwesen investiert worden. Der Feuerwehrverein habe nicht einmal zwei Prozent geschultert, dafür stehe den Aktiven jetzt ein neues Auto und eine neue Fahrzeughalle zur Verfügung. Er verwies darauf, dass man sich beim Bau der Fahrzeughalle an Vorgaben der Regierung von Oberfranken als Fördermittelgeber habe halten müssen und ein Feuerwehrverein zur Unterstützung des Brandschutzes da sei, auch finanziell. Die Gemeinde würde auf eigene Kosten einfache Garderoben in der neuen Fahrzeughalle installieren, wenn die Langenauer höherwertige Spinde haben wollten, müssten sie dafür mit aufkommen.

Durch eine Spende des Zweiten Bürgermeisters und Inhabers von „Pflege ohne Grenzen“ sei der Beitrag des Vereins ohnehin bereits auf ein Minimum reduziert worden. An anderer Stelle funktioniert die Zusammenarbeit von Wehr und Kommune: Gemeinsam werden für alle Aktiven neue Feuerwehrstiefel angeschafft. red