Stadtrat
In Teuschnitz steigt die Hundesteuer von elf auf 40 Euro pro Jahr
Teuschnitz – Teuschnitz —  Im Mittelpunkt der Stadtrats-Sitzung in Teuschnitz am Montagabend standen Neufassungen von Satzungen. Für Hundebesitzer wird es teurer, ...

Teuschnitz —  Im Mittelpunkt der Stadtrats-Sitzung in Teuschnitz am Montagabend standen Neufassungen von Satzungen. Für Hundebesitzer wird es teurer, insbesondere für Halter von Kampfhunden.

„Die Anzahl der gemeldeten Hunde hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und damit auch die Verunreinigung“, verdeutlichte Jakob. Betroffen seien öffentliche Plätze und Wege sowie sogar Spielplätze und das Schulgelände, was ein „absolutes No-Go“ sei. Bezüglich der von der Stadt aufgestellten Hundetoiletten gebe es, wie er einräumte, Nachholbedarf – vor allem an den Ortsausgängen, aber beispielsweise auch auf dem Rundweg in Teuschnitz sowie auf dem Radweg in Wickendorf. Auch in Haßlach seien ihm verschiedene Plätze gemeldet worden. „Wir sind gerne bereit, das zu machen. Aber Hundekübel sind nicht billig“, informierte er, dass die bisher aufgestellten Modelle pro Stück 600 Euro in der Anschaffung kosteten.

Nachdem die Hundesteuer in Teuschnitz seit 1981 nicht angepasst worden war, beschloss der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung eine Anhebung von bislang elf auf 40 Euro pro Hund. Dies entspricht der Anpassung an die Inflation seit 1981 wie auch dem Durchschnitt der Hundesteuer in den Landkreis-Kommunen. Gegenteilige Meinungen vertraten hier unter anderem Stefan Srocka und Michael Hebentanz (beide FW), die eine Fast-Vervierfachung als zu hoch empfanden.

Schwer tat sich das Gremium bei der Einführung einer erhöhten Steuer für Kampfhunde, für die die Satzung bisher keinen abweichenden Steuersatz enthielt. Aktuell werden zwei Kampfhunde mit Negativzeugnis in Teuschnitz gehalten. Nach längerem Für und Wider entschied man sich für eine Unterscheidung mit oder ohne Negativzeugnis – als Anreiz für Hundehalter, ihre Vierbeiner einen solchen Test zu unterziehen. Für einen Kampfhund mit Negativzeugnis werden jährlich 150 Euro, ohne Negativzeugnis 300 Euro fällig. Zweite Bürgermeisterin Karin Bayer (SPD) hatte dafür plädiert, Kampfhunde mit Negativzeugnis mit dem gleichen Satz wie andere Hunde zu belegen. Während es zu den jeweiligen Beschlüssen Gegenstimmen gab, wurde die neue Satzung einstimmig beschlossen.

Ebenfalls Bestandteil der Satzung ist ein Wegfall der ermäßigten Steuer für Hobbyzüchter, was in Teuschnitz aktuell keine praktische Relevanz hat. Zudem wird eine Steuerbefreiung von einem Jahr bei Übernahme eines Tieres aus einem Tierheim gewährt. In einer der nächsten Sitzungen will man über eine temporäre Anleinpflicht beraten.

Grünes Licht gab es nach längerer Diskussion für den Bauantrag von Christoph Jungkunz, Frankenwaldstraße 9, der eine landwirtschaftliche Lagerhalle in Teuschnitz errichten will. Das Bauvorhaben liegt im Außenbereich und wäre bis zu einer Größe von 100 qm genehmigungsfrei. Der Plan sieht jedoch 12 mal 20 Meter vor. Daher war der vor ein paar Jahren schon einmal im Stadtrat behandelte Antrag damals mehrheitlich abgelehnt worden. Laut Stefan Raab (CSU/FWG) und Dritter Bürgermeisterin Susanne Daum (MiM) habe man mit der Entscheidung Präzedenzfällen vorbeugen wollen, damit nicht jeder so baue, wie er wolle, zumal es sich dabei ja um das fast Zweieinhalbfache der genehmigungsfreien Größe handle. Zudem gebe es schon genug Wildwuchs. Bei drei Gegenstimmen wurde dem Bauvorhaben schließlich das gemeindliche Einvernehmen erteilt – mit der Auflage, das Gebäude in der Form einzugrünen.

Am 24. bzw. 25. Juli fanden Kommandanten-Neuwahlen für die Wehren Wickendorf und Teuschnitz für eine Amtszeit von sechs Jahren statt. In Wickendorf wurde mit Kommandant Andreas Leitz und seiner Stellvertreterin Anna Jakob eine komplett neue Führungsriege gewählt. In Teuschnitz steht dem wiedergewählten Kommandanten Christian Müller Florian Trost als Stellvertreter zur Seite. Die Wahlen wurden vom Gremium bestätigt.

Der Bürgermeister informierte auch über die Situation der Feuerwehr Rappoltengrün, für die sich nach dem Rücktritt des Kommandanten kein Nachfolger findet. Mit dem Einverständnis aller Verantwortlichen und der Kreisbrandinspektion bleibt die Wehr nicht mehr als eigenständige Wehr bestehen, sondern wird Löschgruppe der Feuerwehr Teuschnitz. Rappoltengrün wurde aus der täglichen Alarmierung unter der Woche bereits herausgenommen. „Es ist wichtig, dass sie Löschgruppe bleibt. Die Aktiven kennen die Gegebenheiten dort am besten. Der Erstangriff ist sehr wichtig, da die ersten Minuten entscheidend sind“, zeigte sich der Bürgermeister erleichtert.

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