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Gemeinderat berät
Windräder in Maßbach: Fast Eiffelturm-Höhe geplant
Nachhaltige Energiequellen auch in der Fränkischen Schweiz: Die Sonne scheint auf ein Windrad.
Nachhaltige Energiequellen auch in Maßbach: Die Sonne scheint auf ein Windrad. (Archiv) // Jan Woitas, dpa
Maßbach – Vier Windräder bei Maßbach sollen eine enorme Energieleistung und Einnahmen für die Gemeinde bringen. Das ist geplant.

Vier neue Windräder sollen in Maßbachs südlichem Gemeindeteil Richtung Brönnhof entstehen. Geplant werden sie von der Hamburger Windpark Wotan Betriebs- und Verwaltungs GmbH. Wotan-Geschäftsführer Stephan Haack und Prokurist Hans-Jürgen Rosendahl erläuterten in der Sitzung des Marktgemeinderates das Vorhaben ausführlich.

Die Marktgemeinde hat kaum Einflussmöglichkeiten auf dieses Projekt, denn der neue Windpark liegt in einem sogenannten Vorranggebiet, das extra für Windräder ausgewiesen ist. „Da ist keine Änderung des Flächennutzungsplanes nötig, nur ein Bauantrag“ ergänzte Bürgermeister Matthias Klement. Die Pläne seien schon bei der unteren Naturschutzbehörde eingereicht. Stephan Haack ergänzte, dass die artenschutzrechtliche Prüfung im Frühjahr anstehe und „die Naturschutzbehörde hat den meisten Einfluss darauf“. 

Fast so hoch wie der Eiffelturm

Die vier Windräder vom Typ „Nordic N175“ haben eine Höhe von insgesamt jeweils 250 Meter, heißt es. „Fast so hoch wie der Eiffelturm, der ist auf 330 Meter bringt“, betonte Haack. Unter der Überschrift „Nutzen für die Region“ versprachen Haack und Rosendahl einen geschätzten Energieertrag von bis zu 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Dies entspreche dem jährlichen Energieverbrauch von über 28.000 Haushalten. Ein durchschnittliches Elektrofahrzeug könne mit dieser jährlichen Leistung etwa 500 Millionen Kilometer zurücklegen.

Die Gemeinde wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz am Gewinn der Windräder beteiligt. Dabei wird um jedes Windrad ein Kreis mit einem Radius von zweieinhalb Kilometern gezogen. Für diese Fläche bekommt die Gemeinde einen Anteil von 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Geht man vom geschätzten Energieertrag von 100 Millionen Kilowattstunden aus, kämen so immerhin 200.000 Euro zusammen. Diesen Betrag muss die Marktgemeinde Maßbach allerdings mit den Nachbargemeinden Üchtelhausen (Landkreis Schweinfurt) und Rannungen teilen, die mit kleineren Flächen beteiligt sind.

Windräder aus China

Da ein Großteil der Windräder aus China komme, könne nicht genau gesagt werden, wann gebaut wird. Haack erklärte. „Wenn es dort Probleme gibt, dann gibt es Verzögerungen.“

„Die Punkte, an denen die hier erzeugte Energie ins Netz geleitet wird, sind zurzeit in der Region dünn gesät. Wenn der Weg dorthin lang ist, schadet das der Wirtschaftlichkeit“, meinte Bürgermeister Matthias Klement. Er wollte auch wissen, ob sich Bürger an diesem Windpark beteiligen können. Das sei nicht zu leisten, so Stephan Haack. Schließlich ging es auch um die Lautstärke dieser vier neuen Windräder. Es handle sich um modernste Anlagen, versicherte Haack, „aber es wird nicht lautlos sein“. 

Gebühr für Kindertageseinrichtung in Poppenlauer gestrichen

Erst vor wenigen Wochen hatte der Marktgemeinderat die Benutzungsgebühren für die Kindertageseinrichtung in Poppenlauer ab dem 1. Januar 2026 angehoben. Nun stand schon wieder eine Änderung der Satzung zur Erhebung der Gebühren auf der Tagesordnung. Diesmal allerdings ging es um keine Erhöhung, sondern um den Wegfall des Unkostenbeitrages, der für jedes Kind einmal pro Jahr bezahlt werden muss. Am 30. September hatte der Marktgemeinderat eine Anhebung auf 30 Euro beschlossen. Nun aber wurde diese Benutzungsgebühr ganz gestrichen. Der Marktgemeinderat stimmte einstimmig zu. 

Zuschuss für Orgel in Weichtungen

Die Orgel in der katholischen Kirche „St. Josef der Bräutigam“ im Ortsteil Weichtungen ist sanierungsbedürftig und muss umfassend überarbeitet werden, da sie von Schimmel befallen ist. Die katholische Kirchenstiftung St. Josef hat bei der Marktgemeinde einen Antrag auf einen Zuschuss für die Instandsetzung der Johann-Rudolph-Voit-Orgel gestellt. Die Gesamtkosten dafür betragen nach den vorliegenden Angebot 27.752 Euro. Der Marktgemeinderat genehmigte einen Zuschuss von fünf Prozent, das sind 1387 Euro. Laut einem Grundsatzbeschluss von Anfang 2022 bekommen Vereine und Kirchen für Sanierung- und Baumaßnahmen sowie Investitionen einen einmaligen freiwilligen Zuschuss in Höhe von fünf Prozent der Gesamtkosten. 

 

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