Bau- und Umweltausschuss
Küps will aus der „Alten Post“ wieder ein Schmuckstück machen
Aus dem einstigen Schmuckstück „Alte Post“ soll wieder ein ansehnliches Gebäude werden. Rund 1,8 Millionen Euro will die Marktgemeinde dafür investieren.
Aus dem einstigen Schmuckstück „Alte Post“ soll wieder ein ansehnliches Gebäude werden. Rund 1,8 Millionen Euro will die Marktgemeinde dafür investieren.
Foto: Veronika Schadeck
Küps – Der Küpser Bahnhofsbereich soll schöner und attraktiver werden. Im Zuge dessen soll auch das Gebäude der ehemaligen Post saniert werden. Rund 1,8 Mill...

Der Küpser Bahnhofsbereich soll schöner und attraktiver werden. Im Zuge dessen soll auch das Gebäude der ehemaligen Post saniert werden. Rund 1,8 Millionen Euro will der Markt Küps dafür investieren. Dabei erhält die Marktgemeinde eine Förderung im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern in Höhe von circa 1,3 Millionen Euro.

Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) sprach bei der Besichtigung im Rahmen einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses von einem geschichtsträchtigen Gebäude, das 1902 gebaut wurde. Das alte Posthorn an einer der Bahnhofstüren erinnert noch an die Glanzzeiten des Gebäudes. Seit Ende der 80er Jahre steht die „Alte Post“ leer und befindet sich im Eigentum der Marktgemeinde.

Mittlerweile liegt ein Nutzungsantrag für eine Physiotherapiepraxis im Erdgeschoss vor. Zudem würde ein Heilpädagoge einige Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss nutzen. Vorgesehen ist zudem auch eine Wohnung im Dachgeschoss. Das Gebäude, das sich neben der „Alten Post“ befindet und in dem einst die Post gelagert wurde, soll abgerissen, das Areal für Parkplätze genutzt werden.

Besichtigt wurde auch die „Alte Kanzlei“ in Johannisthal. „Aus der Sanierung der Räume ist mehr geworden“, erklärte der Bürgermeister. Ausgangspunkt der Baumaßnahme war die geplante Sanierung einer seit rund 20 Jahren leerstehenden Wohnung in dem Gebäude. Jetzt wird alles neu hergerichtet.

Wie Rebhan erläuterte, diente das Gebäude einst als Schule. Nachdem vor einigen Jahren das Dach saniert wurde, kam aus der Bürgerschaft die Idee, den Leerstand zu sanieren. Im Rahmen der Förderinitiative Nordostbayern ist es zusammen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) gelungen, die Maßnahme auf den Weg zu bringen. Rebhan sprach von Gesamtkosten in Höhe von 250 000 Euro, davon gibt es 160 000 Euro vom ALE.

Im Erdgeschoss befindet sich der Gemeinschaftsraum, den alle nutzen können. Der Raum, in dem der Musikverein probt, erhält eine Rettungstreppe. Eine schöne Sache ist es, dass alte Balken wieder sichtbar werden, so Rebhan.

Weiterhin ging es um Bauanträge. So erhielt der Antrag zum Wohnhausneubau und Erweiterung, Alte Poststraße 17 in Oberlangenstadt, das gemeindliche Einvernehmen. Dagegen wurde ein Tekturantrag zu einer Garage im Lauschaweg 21 verweigert. Grund: Zwei nebeneinander errichtete bungalowartige Häuser sind im Rahmen des Genehmigungsfreistellungsverfahrens im Baugebiet „Melm II“ entstanden. Dabei hatten die Einreicher versichert, alle Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten zu haben. Bei den Garagen gab es aber gravierende Abweichungen, so Rebhan. Das Landratsamt forderte die Bauherren zum nachträglichen Antrag auf eine Baugenehmigung auf. Bei den Stellflächen wolle der Markt Küps jedoch keine Ausnahmen genehmigen. vs