Suppenküche ist nötiger denn je
Die Suppenküche erweist sich seit 17 Jahren als segensreiche Einrichtung für bedürftige Mitmenschen, gerade in Zeiten steigender Armut. Darüber informieren von links, Joanna Maria Blößl, Karin Pfadenhauer (Erster Geschäftsführender Vorstand Diakonisches Werk), Stefanie Renner (Projektleitung Suppenküche, Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit).
Die Suppenküche erweist sich seit 17 Jahren als segensreiche Einrichtung für bedürftige Mitmenschen, gerade in Zeiten steigender Armut. Darüber informieren von links, Joanna Maria Blößl, Karin Pfadenhauer (Erster Geschäftsführender Vorstand Diakonisches Werk), Stefanie Renner (Projektleitung Suppenküche, Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit).
Foto: K.- H. Hofmann
Kronach – Soziales  In der Rodacher Straße bekommen Bedürftige für zwei Euro ein Mittagessen mit drei Gängen. Das Angebot der Diakonie besteht seit 17 Jahren und wird derzeit von etwa zwanzig Personen genutzt.

Kronach — Aufgrund zunehmender Armut, auch im Landkreis Kronach, wird die Suppenküche immer mehr nachgefragt. Sie ist eine soziale Einrichtung des Diakonischen Werkes Kronach-Ludwigsstadt/Michelau und befindet sich seit September 2021 in der Rodacher Straße in Kronach.

Obwohl die Einrichtung erst vor 17 Jahren ins Leben gerufen wurde, kann sie im besten Teenageralter schon auf eine bewegte Entwicklung zurückblicken. In einem Pressegespräch informierten Karin Pfadenhauer (Erster Geschäftsführender Vorstand) sowie die beiden für das Projekt verantwortlichen Damen Stefanie Renner (Projektleiterin Suppenküche, Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) und Joanna Maria Blößl (Projektleitung Tafel Lichtenfels plus, Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) von der Diakonie über die ereignisreichen Jahre seit der Eröffnung der Suppenküche im Jahr 2005.

Lucas-Cranach-Heim liefert

Bei der Gründung sah das Konzept eine eigene Küche vor, in der täglich frisch ein Drei-Gänge-Menü zubereitet wurde, das man mit Berechtigungsschein für 0,50 Euro erhalten hat. Dies war möglich, da man vom Caritas-Sozialladen die Frischware zur Speisenzubereitung beziehen konnte. Damals wurden alle Speisen in der Suppenküche selbst zubereitet. Doch einschneidende Gesetzesänderungen, vor allem in der Küchenhygiene machten die Fortsetzung dieser Praxis finanziell untragbar. Außerdem stand auch kein entsprechende Fachpersonal mehr zur Verfügung.

Inzwischen ist man auch noch zweimal umgezogen und seit September 2021 im Obergeschoss der Tagespflege im Haus der Diakonie in der Rodacher Straße 15 untergebracht. Das fertig zubereitete Drei-Gänge-Menü wird von der Küche des Lucas-Cranach-Seniorenpflegeheims geliefert. Träger der Suppenküche mit dem angeschlossenen Café Sorgenfrei ist das Diakonische Werk Kronach-Ludwigsstadt/Michelau e.V, . Zweck des Vereins ist die Ausübung des diakonischen Auftrages in den Dekanatsbezirken Kronach-Ludwigsstadt und Michelau.

Der Verein betätigt sich auf dem Gebiet der offenen Sozialarbeit, der Jugend-, Familien- und Altenhilfe und der Hilfe für besondere Lebenslagen. Aufgrund der derzeitigen Corona-Regelungen können Essenausgaben (an Berechtigte) nur als Essen „to-go“ angeboten werden. Derzeit holen täglich rund 20 Personen ihre Mittagsmahlzeit in der Suppenküche ab. Abholzeiten: Montag bis Donnerstag 11.30 Uhr bis 13 Uhr. Das Tragen einer FFP-2-Maske ist verpflichtend. Die Kosten für ein Hauptgericht und Nachspeise betragen zwei Euro, Kinder unter 14 Jahren sind frei. Eine Abholung ist nur mit telefonischer Vorbestellung unter 09261/620845 oder 0176-36384211 möglich. Das Café Sorgenfrei muss leider geschlossen bleiben. Berechtigungsscheine können über die Diakonie wie auch über den Caritasverband für den Landkreis beantragt werden.