Tettau investiert in vielfacher Weise
Im Markt Tettau soll nach dem Abriss eines alten Hauses ein neues Mehrfamilienhaus gebaut werden.
Im Markt Tettau soll nach dem Abriss eines alten Hauses ein neues Mehrfamilienhaus gebaut werden.
Foto: Markt Tettau
Tettau – Projekte  Der Marktgemeinderat freut sich über den Bau eines Mehrfamilienhauses und steckt Geld in die Feuerwehren.

Michael Wunder

Im Markt Tettau wird weiterhin kräftig investiert. Wie Bürgermeister Peter Ebertsch (BfT) in der Gemeinderatssitzung am Montag erfreut feststellte, will ein Privatinvestor ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen erstellen.

Angesprochen für die Vermietung sind alle Altersgruppen von Singles bis zu Senioren. Der gesamte Wohnkomplex soll eine Fläche zwischen 800 und 900 Quadratmetern aufweisen. Vorgesehen sind auch Balkone und Keller. Interessenten können sich ab sofort in der Gemeindeverwaltung melden.

Weiterhin investiert die Gemeinde stark in ihre Feuerwehren. So befürwortete der Rat unter der Voraussetzung der Bezuschussung durch den Landkreis Kronach die Anschaffung eines TLF 4000 für die Feuerwehr Tettau.

Die Kosten

In Kleintettau kann man sich über ein neues LF-10-Fahrzeug freuen. Dort wird auch eine neue Tragkraftspritze benötigt. Man erfüllte dabei den aktiven Wehrmännern der Feuerwehr Kleintettau den Wunsch nach einer Rosenbauer Fox 4. Der eventuelle Mehrpreis wird vom Feuerwehrverein übernommen.

Für die drei Anschaffungen stehen Gesamtkosten in Höhe von 660 000 Euro im Raum. Der Bürgermeister dankte Landrat Klaus Löffler, dem Kreistag und dem Kreisbrandrat für die zugesagte Unterstützung.

Weiterhin gab das Gemeindeoberhaupt bekannt, dass man sich in Tettau für die Übertragung des sozialen/geförderten Wohnungsbaus an den Landkreis ausgesprochen habe. Der Beschluss wurde mit 10:3 Stimmen angenommen.

Ebenfalls angenommen wurde das Angebot für die Ingenieurleistungen für den Ausbau des Fliederwegs in Langenau. Der Auftrag ging an das Büro HTS-Plan in Kronach.

Auf Anfrage des Dritten Bürgermeisters Dietmar Schmidt (SPD/ZMT) informierte der Bürgermeister, dass man beim Schwimmbad in der Schule zahlreiche Sanierungsarbeiten ausgeführt habe. Der Zahn der Zeit habe in über 40 Jahren am Bad genagt. Eine große Sanierung kommt laut Bürgermeister aus Kostengründen nicht infrage; er verwies auf die Schwimmmöglichkeiten in den Nachbargemeinden.

Coronabedingt habe man jedoch das Bad geschlossen gelassen. Es gelte weiterhin, Vorsicht walten zu lassen. Er stellte klar, dass das Bad nach der Pandemie, wenn es erlaubt ist, wieder aufgemacht wird.

Bilanz

In der letzten Sitzung in diesem Jahr dankte er allen für das gemeinsame Mittun. Die große Politik habe völlig versagt, sagte er mit Blick auf Corona; das falle den Menschen jetzt auf die Füße. Es sei traurig, wenn nicht auf die Virologen gehört werde. Abwarten und noch einmal abwarten bringen das Land laut Peter Ebertsch nicht weiter. Dass die Pandemie auch dieses Jahr die ganze Welt so in Atem halte, habe niemand vorhersagen können. Corona habe den Verlauf völlig auf Kopf gestellt.

Herausforderungen

Trotzdem setzten sich, wie Peter Ebertsch erklärte, wieder viele Bürger ehrenamtlich für ihre Heimat ein, um sie liebens- und lebenswert zu machen. Viele Projekte wurden umgesetzt, eine Vielzahl von Straßenbaumaßnahmen durchgeführt, Rückhaltebecken saniert und mit guter Unterstützung der Förderoffensive Nordostbayern Abrisse realisiert, wie der Bürgermeister zusammenfasste.

Wichtig sei es, dass bei all diesen Investitionen der Schuldenstand nicht erhöht wurde. Im kommenden Jahr werde es weitere große Herausforderungen geben wie den Abriss der Porzellanfabrik. Es gelte, die noch günstige Ausgangslage zu nutzen, sagte der Bürgermeister.

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