IHK-Umfrage
Kulmbacher Wirtschaft: Geschäftslage und Prognose positiv
Harry Weiß Vorsitzender
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Kulmbach

Zu Beginn des Sommerhalbjahres nimmt die Kulmbacher Wirtschaft spürbar an Fahrt auf, wie die jüngste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken (IHK) zeigt. Der Konjunkturklimaindex für Kulmbach macht einen Sprung um 30 Punkte und liegt jetzt bei 115 Zählern. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Trendwende gelungen

Die Unternehmen berichten laut IHK im Saldo von einer spürbar verbesserten Geschäftslage. Gleiches gelte – wenn auch in geringerem Umfang – für die Erwartungen an die kommenden zwölf Monate. Damit gelinge der Kulmbacher Wirtschaft sowohl bei der Lagebeurteilung als auch bei der Prognose für die kommende Geschäftslage eine Trendwende aus dem negativen Bereich. „Die Stimmung in der Kulmbacher Wirtschaft hellt sich spürbar auf, mehr Unternehmen als zuletzt rechnen auch für die Zukunft mit einer Erholung der Geschäftslage“, freut sich der Vorsitzende des IHK-Gremiums Kulmbach, Harry Weiß.

86 Prozent der Unternehmen beurteilten die Geschäftslage als gut oder befriedigend. Die aktuelle Geschäftslage stelle sich im Wirtschaftsraum Kulmbach im Gesamtergebnis positiv dar.

Gut ein Drittel aller Befragten sei mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden, nur 14 Prozent unzufrieden. Damit verbessere sich die Lagebeurteilung der Unternehmen im Vergleich zur Januarumfrage spürbar. Die Entwicklung werde von der Inlands- und vor allem der Auslandsnachfrage getragen.

Erwartungen drehen ins Plus

Auch für die kommenden zwölf Monate kehrt bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmen die Zuversicht zurück. 27 Prozent der befragten Betriebe erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage, eine Verschlechterung dagegen nur 16 Prozent. Zur Jahreswende waren nur 14 Prozent optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht, 34 Prozent rechneten mit einer Negativentwicklung.

„Dass sich die Prognose so deutlich verbessert, war in diesem Ausmaß nicht zu erwarten und lässt auf erfolgreiche Geschäfte der Kulmbacher Wirtschaft hoffen“, freut sich Weiß.

„Wir dürfen aber die andere Seite der Medaille nicht aus den Augen verlieren, die stetige Verschlechterung der Rahmenbedingungen.“ Weiß nennt vor allem Fachkräftemangel, Energie- und Rohstoffpreise, Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Ein Indiz dafür, dass die Rahmenbedingungen schwierig bleiben, sind die rückläufigen Investitionsplanungen, bei denen Ersatzbeschaffungen und Umweltschutzmaßnahmen im Mittelpunkt stehen.

Die Beschäftigtenplanungen können hingegen von der positiven Prognose partizipieren. So planen im Saldo wieder mehr Betriebe mit einem Beschäftigtenplus, als dass sie befürchten, Personal abbauen zu müssen. red

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