Reiterswiesen
Arzt-Patientenseminar in der Deegenbergklinik
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Reiterswiesen

Im Rahmen der Herzwochen fand in der Deegenbergklinik in Reiterswiesen ein Arzt –Patientenseminar mit dem Thema „Der Einfluss von Umweltrisikofaktoren auf kardiovaskuläre Erkrankungen“ in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung und der AOK – Gesundheitskasse statt.

Herr Prof. Deeg referierte in seinem Eingangsvortrag über die Umweltveränderungen und ihre Auswirkungen auf unser Herz – Kreislauf – System.

Während es Klimaveränderungen schon immer gab, haben diese in den letzten Jahrzehnten eine völlig neue Qualität bekommen.

Gerade die Hitze, Lärm und Luftverschmutzung, vor allem in Form von Feinstaubbelastung stellen ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar.

Die Sporttherapeutin Barbara Kottlors-Halbig stellte dar, welch große Rolle in diesem Zusammenhang das Endothel, die innere Blutgefäßschicht, spielt. Kommt es durch Umweltrisikofaktoren zu oxidativem Stress, wird das Endothel in seiner Funktion gestört.

Durch Entspannung und Entspannungstechniken kann positiv auf das Endothel eingewirkt werden, was durch neueste Studien belegt wurde, so Kottlors-Halbig.

Bewährt haben sich neben den etablierten Techniken auch Qi Gong und Achtsamkeitsübungen. Besonders günstig wirkt sich in diesem Zusammenhang die Durchführung in der Natur aus.

Diplom-Sportlehrer J. Eichler wies auf die Bedeutung von Bewegung und Ausdauertraining für die Vermeidung von Zivilisationskrankheiten hin. 150-300 Minuten die Woche reichen aus, um das Risiko für eine Erkrankung deutlich zu senken. Wichtig dabei sind Regelmäßigkeit und ein langsames Steigern der Intensität. Das Training sollte Spaß machen und zum Durchhalten motivieren.

Umweltstressfaktoren (wie Luftverschmutzung, Hitze, Kälte und Lärm) können dabei vermieden werden indem Trainingszeit und –ort entsprechend angepasst werden.

Naturnahe Orte suchen, die frühen Morgen- oder Abendstunden wählen und bei starker Kälte auch mal ein Indoor-Training durchführen.

Diplom-Sportlehrer Paul Riegler betonte die Wichtigkeit von Krafttraining bei kardiovaskulären Erkrankungen.

Es kommt zu einer Ökonomisierung der Herzarbeit. Das Herz wird entlastet, die Herzarbeit erleichtert, die kardiale Überbelastungsgefahr vermindert und die Leistungsfähigkeit erhöht.

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass Krafttraining das Herz schützt, belastbarer macht und die Herzmuskelkraft verbessert.

Eindrucksvoll schilderte Paul Riegler, dass selbst mit einfachen Mitteln und geringem Zeitaufwand ein effektives Krafttraining möglich ist.

Paul Riegler, Deegenbergklinik

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