Die Sommerferien haben begonnen, und für Gäste wie Einheimische in der Rhön ist klar: Der erste Griff geht fast immer zum Smartphone. Ob Öffnungszeiten des Schwimmbad, Wanderrouten oder das nächste Event – wer online nicht stattfindet, bleibt für den Touristen unsichtbar, völlig egal, wie exzellent das Angebot vor Ort tatsächlich ist.
Um diesen digitalen Anschluss nicht zu verlieren, müssen touristische Informationen wie Öffnungszeiten, Karten und Buchungsmöglichkeiten ständig aktuell gehalten und in den relevanten Systemen hinterlegt werden.
„Digitale Sichtbarkeit entsteht nicht von allein“, stellt Johanna Roch, Datenmanagerin der Rhön GmbH, unmissverständlich in einer Pressemitteilung klar. Die Rhön GmbH arbeitet intensiv daran, die Daten der Region strukturiert zusammenzuführen, doch der Erfolg hängt an der Basis.
Roch betont: „Die Kommunen und Tourist-Informationen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Nur wenn Daten vor Ort regelmäßig bereitgestellt und gepflegt werden, kann die Rhön als Gesamtdestination digital stärker sichtbar werden“.
Wie ernst die Lage ist, zeigte die Regionalkonferenz „Tourismusdaten 4.0: Vernetzt planen, lokal profitieren“ in Hanau. Hier diskutierten Experten aus FrankfurtRhein-Main, dem Spessart und dem Vogelsberg über die Zukunft der Freizeitdaten – mit dabei die Rhön, die Teil der drei Bundesländer, Hessen, Thüringen und Bayern ist.
Knut John, Landesbeauftragter für den ländlichen Raum im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW), fand deutliche Worte: „Wer heute nicht mit aktuellen und zugänglichen Daten präsent ist, findet digital schlicht nicht statt. Gerade in den Sommerferien zeigt sich, wie stark Freizeitentscheidungen kurzfristig und mobil getroffen werden. Kommunen und Betriebe profitieren, wenn ihre Angebote aktuell dort erscheinen, wo Menschen suchen.“
Strategie vorgegeben
Das Ministerium (HMWVW) hat mit dem Businessplan Digitalisierung im Tourismus eine Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 vorgelegt. In Zusammenarbeit mit der HA Hessen Agentur GmbH, der TMH Tourismus Management Hessen UG und den zehn hessischen Destinationen sollen bis 2028 über 100.000 Datensätze digital erfasst werden.
Das Ziel ist simpel: Wer im Sommer nach einem Freibad oder einem Stadtfest sucht, muss es auch zuverlässig finden können.
Mit rhoen.info sowie dem Tourenportal touren-rhoen.de hat die Rhön bereits die Plattformen, um Inspirationen und konkrete Tipps für die nächste Entdeckungstour zu geben. Von thematisch sortierten Rad- und Wandertouren inklusive detailliertem Kartenmaterial bis hin zu tagesaktuellen Veranstaltungen, Museen und Stadtführungen ist hier bereits zahlreiches übersichtlich gebündelt, so die Pressemitteilung. Mit dem Smartphone in der Hand erhält man einen Überblick über die Freizeitmöglichkeiten der Region – unkompliziert, mobil und aktuell – jedoch leben diese Plattformen von den Informationen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden. red





