E-Roller oder E-Scooter im Straßenverkehr sind auch auf den Straßen und Plätzen im Landkreis Bad Kissingen nicht mehr wegzudenken. Seit 2009 gehören sie zum täglichen Straßenbild und werden besonders von jungen Verkehrsteilnehmern genutzt. Zugleich bringen sie besondere Risiken mit sich: Die elektrischen Roller sind vergleichsweise instabil, haben kleine Räder und einen hohen Schwerpunkt, teilt die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen in einer Pressemeldung mit. Damit die Sicherheit der E-Roller-Nutzenden und auch die der anderen Verkehrsteilnehmenden erhöht wird, hat sich die Kreisverkehrswacht etwas einfallen lassen.
Mit zunehmender Verbreitung nehmen daher auch die Herausforderungen für alle Verkehrsteilnehmer zu, insbesondere für Kraftfahrer und Senioren. Was anfangs für Stadtbewohner als erweiterte Möglichkeit gedacht war, ohne Auto in die Innenstadt oder zur Arbeit zu gelangen , ist mittlerweile zum „Auto der jungen Leute“ geworden, heißt es weiter.
Nicht alle Benutzende der E-Roller verhalten sich immer verkehrsgerecht. Die Kreisverkehrswacht hat sich seit über 75 Jahren zur Aufgabe gemacht, sich um alle Verkehrsteilnehmer zu kümmern, vor Verkehrsunfällen zu bewahren und Schaden von allen Bürgern abzuhalten. Dazu gehören neuerdings auch die E-Roller-Benutzer.
Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Rollern sind im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 16.500 Verkehrsunfälle in Deutschland gestiegen. Auch im hiesigen Bereich ist eine deutliche Steigerung in diesem Jahr auf 14 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Reflektierende Gürtel
Die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen wird in der nächsten Zeit sogenannte reflektierende „Sicherheitsgürtel“ den E-Roller-Fahrern kostenlos zur Verfügung stellen. Diese reflektierenden Gürtel sind elastisch und passen sich perfekt verschiedene Taillenweiten an. In diese Sicherheitsgürtel sind hochsichtbare gelbe Reflektorenstreifen eingearbeitet, welche die Träger in der Dunkelheit deutlich sichtbarer und sicherer machen. Mit einem geringen Gewicht können diese leicht und platzsparend in jeder Tasche mitgenommen und bei jeder Fahrt getragen werden.
Gerade jetzt im Herbst wird es schon frühzeitig dunkel, die Sicht ist schlechter und die meist dunkel gekleideten E-Roller-Fahrer sind dadurch im Straßenverkehr nicht gut sichtbar. So sind Personen im Straßenverkehr mit einem reflektierenden Gürtel schon auf eine Entfernung von etwa 120 Metern zu sehen. Verkehrsteilnehmer ohne diese Sicherheitsmaßnahme erst auf etwa 30 Metern. Dazu kommt noch, dass auch die Beleuchtung sehr tief angebracht ist und oft nicht eingeschaltet wird, so die Kreisverkehrswacht.
Diese Sicherheitsbänder aus reflektierendem Material werden quer über die Hüfte oder Rucksack getragen und sind zweifellos schon aus weiter Ferne von anderen Verkehrsteilnehmern besser und schneller zu sehen. Mit dieser Maßnahme möchte die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen e.V. in einer gewissen Voraussicht schlimme Verkehrsunfälle vermeiden.
Ferner sollen im nächsten Jahr eigene Sicherheits-Kurse zur Verkehrssicherheit für E-Scooter angeboten werden. Durch eine Spende des Rotary Clubs Bad Kissingen ist der Verein sogar im Besitz eines eigenen E-Rollers.
Die Verantwortlichen hoffen, dass E-Roller-Fahrenden das kostenlose Angebot annehmen und auch verwenden. Zu den reflektierenden Sicherheitsbändern erhalten sie noch einen Flyer mit wichtigen Verhaltensregeln.
Eltern und andere Verantwortliche werden dringend gebeten, ihre Jugendlichen regelmäßig an die geltenden Verhaltensregeln zu erinnern und mit ihnen über ein sicheres Fahren und Rücksicht auf schwächere Personen anzusprechen. Besonders wichtig ist dabei zu ihrer Sicherheit das Tragen der kostenlos verteilten reflektierenden Sicherheitsbänder.
In dieser Woche findet im JUKUZ das KGaming-Festival statt. Die Kreisverkehrswacht will persönlich dort anwesend sein und die Sicherheitsgürtel kostenlos an E-Scooter-Fahrende verteilen, heißt es weiter. red





