Vom 14. bis 17. Mai laden die Blockflötenfesttage zum 41. Mal in die historischen Räumlichkeiten des Regentenbaus und der Erlöserkirche im fränkischen Weltkulturerbe Bad Kissingen ein. Unter der Leitung von Intendant Maurice Steger präsentiert sich das international renommierte Festival erneut als lebendiger Treffpunkt für Alte Musik, zeitgenössische Perspektiven und interkulturellen Austausch, so die Pressemitteilung.
„Es ist mir eine besondere Ehre, dieses einzigartige Festival begleiten und leiten zu dürfen“, so Maurice Steger. Traditionsgemäß beginnt das Festival an Christi Himmelfahrt. Über vier Tage hinweg entfalten sich Konzerte vom intimen Rezital bis zum großen kammermusikalischen Format, ergänzt durch Lehrveranstaltungen, eine umfangreiche Ausstellung sowie vielfältige Vermittlungsangebote. Die besondere Atmosphäre der Spielorte trägt entscheidend zum Festivalerlebnis bei. „Der Rossini-Saal erlaubt musikalische Begegnungen in feinster klanglicher Nuancierung, während die Erlöserkirche Musik zu einem sinnlichen Erlebnis von besonderer Intensität werden lässt“, erläutert Steger.
Austausch und Ausprobieren
Die Instrumentenausstellung ist hauptsächlich im Max-Littmann-Saal angesiedelt, zusätzliche Salons laden zum Ausprobieren und zum persönlichen Austausch ein. „So entsteht eine konzentrierte und zugleich offene Atmosphäre, die sowohl dem fachlichen Dialog als auch der stillen Begegnung mit dem Instrument Raum gibt,“ so Steger.
Auch 2026 folgt das Festival dem Leitgedanken Alte Musik im neuen Gewand – erweitert um neue, überraschende Perspektiven. Die Programmgestaltung spiegelt Stegers künstlerisches Credo wider: die Vielseitigkeit der Blockflöte in all ihren kulturellen, klanglichen und ästhetischen Facetten sichtbar zu machen. „Kein anderes Instrument vereint eine derartige Bandbreite an Bauformen, Spieltechniken und Repertoire – von der mittelalterlichen Musik bis zu zeitgenössischen Werken, von europäischer Tradition bis zu interkulturellen Dialogen mit musikalischen Stimmen aus Persien, Taiwan, Armenien, Japan und dem Sefarad“, sagt er.
Die feierliche Eröffnung am Donnerstagabend gestaltet Maurice Steger gemeinsam mit herausragenden Instrumentalkolleginnen und -kollegen in der Erlöserkirche. Das neue Programm Les Nations en danse vereint barocke Tanzmusik von Vivaldi bis Telemann zu einer klangfarbenreichen Reise durch die Nationen Europas.
Zu Gast sind unter anderem die französisch-armenische Barockgeigerin Chouchane Siranossian, der Barockcellist Mauro Valli sowie Irene Roldán am Cembalo. Weitere Höhepunkte sind Auftritte des jungen Ensembles Barock_Plus, die energiegeladenen Abende mit Wildes Holz und Spark – Die Klassische Band, musikalische Brücken nach Taiwan mit Meng-Heng Chen, mittelalterliche Klangwelten mit dem Ensemble fowr und Corina Marti sowie das Debüt der Austrian Baroque Company unter der Leitung von Michael Oman. Late-Night-Konzerte mit Tabea Debus und interkulturelle Programme mit persischen und armenischen Klangfarben ergänzen das vielfältige Angebot.
Ein besonderes Anliegen sind auch 2026 die Vermittlungsformate: Meisterkurse, Knowledge Corners und die traditionelle Intrada, die allen Blockflötenspielern einen gemeinsamen Einstieg ins Festival ermöglicht. Die musikalische Leitung übernehmen Frank Oberschelp und Meng-Heng Chen. Den feierlichen Abschluss bildet am Sonntag ein Gottesdienst in der Erlöserkirche mit dem Blockflötenkonzert von Christoph Graupner. Solistin ist Barbara Stumpf, begleitet vom Kammerorchester Bad Kissingen unter der Leitung von Jörg Wöltche. „Die Blockflötenfesttage verstehe ich als Ort der Begegnung, des Austausches, der Inspiration und der Freude an Klang, Handwerk und künstlerischer Gemeinschaft“, so Steger. red









