In der jüngsten Lehrerkonferenz an der Berufsschule wurden Roland Bitsch, Helmut Halmbacher, Thomas Kiesel und Wolfgang Miller in den Ruhestand verabschiedet, wie es in einer Pressemitteilung der Berufsschule heißt.
Den Grundstein für seine Karriere in der freien Wirtschaft hat StD Roland Bitsch mit dem Studium gelegt. Er hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt sowie anschließend Betriebswirtschaftslehre an der Julius Maximilians Universität Würzburg studiert. Danach war Roland Bitsch 14 Jahre lang in verschiedenen Branchen in namhaften Unternehmen tätig – unter anderem bei Fichtel & Sachs, Winora, Regiolux und FAG. 2001 folgte der Schritt in den Schuldienst, sein eigentlicher Berufswunsch nach dem Abitur. Seit 2020 gehört Roland Bitsch zur Schulfamilie der Berufsschule Bad Kissingen, wohin er versetzt wurde, nachdem er sich auf die vakante Stelle in der Schulleitung beworben hatte. Roland Bitsch brachte sich vielfältig in das Schulleben ein, unter anderem als Koordinator für außerschulische Kontakte und als Fachbetreuer IT.
Hohe Flexibilität
OStR Helmut Halmbacher hat für das Lehramt an beruflichen Schulen die Fachrichtung Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft studiert. Zunächst wurde der der Staatlichen Berufsschule Bad Neustadt zugewiesen. Schon früh übernahm er Verantwortung über den Unterricht hinaus. Im selben Jahr wurde er in den Prüfungsausschuss der Handwerkskammer für Unterfranken für den Ausbildungsberuf Fleischer berufen. 2006 wurde er Mitglied des HWK Prüfungsausschusses für Fachverkäuferinnen im Nahrungsmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei. Nach dem Wegfall der Fleischer und Bäckerklassen in Bad Kissingen 2016, stellte Helmut Halmbacher erneut seine Flexibilität unter Beweis: Er übernahm den Unterricht in Deutsch sowie Politik und Gesellschaft im Kfz-Bereich und bei den Malern.
Der Weg von Thomas Kiesel begann klassisch im Handwerk: Nach der Ausbildung zum Schreiner und der Meisterprüfung übernahm er organisatorische und leitende Aufgaben in Betrieben der Region. Parallel dazu absolvierte Kiesel im Abendstudium den Betriebswirt des Handwerks bei der Handwerkskammer Unterfranken. Der Schritt an die Schule erfolgte 1994, zunächst mit einem zwölf Stunden-Vertrag an der Berufsschule Bad Kissingen. 1995 wurde Kiesel fest eingestellt. Es folgte 1996/97 die Ausbildung zum Fachlehrer in Ansbach, ehe er 1997 als Fachlehrer zur Anstellung an die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen zurückkehrte. Spätestens mit der kommissarischen Übernahme der Fachbetreuung Holztechnik 2013 und der offiziellen Bestellung zum Fachbetreuer im Jahr 2019 prägte Thomas Kiesel den Fachbereich Holz. Über den Unterricht hinaus engagierte er sich im HWK Prüfungsausschuss der Schreinerinnung Bad Kissingen.
Im Betrieb der Eltern gelernt
FOL Wolfgang Miller absolvierte von 1982 bis 1985 seine Lehre im elterlichen Drechslerbetrieb. Erfolgreich absolvierte er die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker, wie auch später die Meisterprüfung im Drechslerhandwerk. Zusätzlich erwarb er die Fachhochschulreife und sammelte im Studiengang Produkt-Design an der Fachhochschule Hildesheim weitere Impulse. 1990 übernahm Wolfgang Miller den elterlichen Betrieb in Schwaben, mit dem er später nach Maßbach umzog. Der Schritt in den Schuldienst folgte 1995: An der Staatlichen Berufsschule Bad Neustadt übernahm er als nebenberuflicher Lehrer den Unterricht in den Drechslerfachklassen.
Singend im Unterricht
Das Handwerk brachte er seinen Schülern mit viel pädagogischem Geschick, gepaart mit viel Humor näher. Wenn es der Merkhilfe diente, besang er die Unterrichtsinhalte kurzerhand. Viele Projekte realisierte er mit seinen Klassen. Unter anderem beteiligte er sich mit seinen Schülerinnen und Schülern am Denkmal „Deportationen“ vor dem Würzburger Hauptbahnhof.
Jahrelang engagierte sich Wolfgang Miller in Prüfungsausschüssen der Handwerkskammer, zunächst für das Drechslerhandwerk, später auch für den Ausbildungsberuf Tischler im Landkreis Rhön Grabfeld. Er war außerdem auch viele Jahre an die Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim abgeordnet. red





