Helfer vor Ort
Ein Start mit Gottes Segen
Schlüsselübergabe für das HvO-Fahrzeug. Das Bild zeigt von links: den stellvertretenden Landrat Gotthard Schlereth, den Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Michael Rendl, die beiden Gruppensprecher Jan Stürzenberger und Sven Weigand sowie Bereitsc...
Schlüsselübergabe für das HvO-Fahrzeug. Das Bild zeigt von links: den stellvertretenden Landrat Gotthard Schlereth, den Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Michael Rendl, die beiden Gruppensprecher Jan Stürzenberger und Sven Weigand sowie Bereitschaftsleiterin Katharina Kaspar. // Tino Kaspar
Oberthulba

Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi sparte nicht am Weihwasser, denn die über 100 Einsatzkräfte, die zum zweiten Blaulichtgottesdienst gekommen waren, können Gottes Segen bei ihren Einsätzen ganz besonders gebrauchen.

Gottes besonderen Schutz erbat er für das Einsatzfahrzeug der „Helfer vor Ort“ Oberthulba (HvO) und die Einsatzkräfte, die ab dieser Woche damit unterwegs sein werden. Ab 1. Juni ist die neu gegründete „Helfer vor Ort“-Gruppe einsatzbereit, um das sogenannte „therapiefrei Intervall“ zu verkürzen. Das heißt, die Ehrenamtlichen werden zusätzlich zu einem Rettungswagen alarmiert und leisten bis zu dessen Eintreffen Erste Hilfe. Vor Beginn des Gottesdienstes gab es Ansprachen der Bereitschaftsleiterin Katharina Kaspar, des stellvertretenden Landrats Gotthard Schlereth, des Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Michael Rendl und des stellvertretenden Bezirksbereitschaftsleiter Alexander Kretz. Alle waren erfreut, dass in Oberthulba ein HvO in Dienst gestellt wird. Die Redner wünschten den ehrenamtlichen Einsatzkräften alles Gute und eine unfallfreie Heimkehr von den Einsätzen.

Einsätze ausschließlich nachts

Es sei keineswegs selbstverständlich, sich derart zeitintensiv in den Dienst des Nächsten zu stellen. Die „Helfer vor Ort“ sind ausschließlich nachts im Einsatz, wenn der Rettungswagen des RKT Rettungsdiensts nicht im Dienst ist und die Hilfe deshalb von weiter entfernten Rettungswachen kommt. Im Kreisverband Bad Kissingen gibt es jetzt an vier Standorten „Helfer vor Ort“, die ehrenamtlich betrieben und über Spenden finanziert werden.

Der Gottesdienst wurde von den Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen mitgestaltet. Besonders zu erwähnen ist, dass sich extra für diesen Gottesdienst eine Band aus Einsatzkräften zusammengefunden hat. Damit unterstrichen sie, dass ihnen der kirchliche Segen für ihr Einsatzfahrzeug und für sich selbst wichtig ist.

Nach dem Gottesdienst wurden neben „Rotkreuz Oberthulba 79/1“ auch 20 weitere Einsatzfahrzeuge sowie die Einsatzkräfte aus Bereitschaften, Bergwacht, Rettungshundestaffel, Motorrad-Staffel und Wasserwachten, sowie von RKT Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei gesegnet.

Bereitschaftsleiterin Katharina Kaspar übergab den Schlüssel für das rein aus Spenden finanzierte Einsatzfahrzeug an die Gruppensprecher Jan Stürzenberger und Sven Weigand. Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einem gemütlichen Beisammensein in der Marktscheune. red

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