Knapp 20 Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Bad Kissingen, besuchten das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der Bundeswehr (VNAusbZBw) in Hammelburg. Im Mittelpunkt stand die Abschlussübung der UN-Militärbeobachter, bei der die Lehrgangsteilnehmenden außerhalb militärischer Einrichtungen unter einsatznahen Bedingungen auf anspruchsvolle Situationen vorbereitet werden. Die Übung lief bis Mittwoch, 28. Oktober, wie es in der Pressemitteilung der Bundeswehr heißt.
Der Sektionsleiter der GSP, Oberstleutnant a. D. Ulrich Feldmann, hatte bereits in der Vergangenheit Veranstaltungen mit den Hammelburger Soldatinnen und Soldaten organisiert. Zum Auftakt begrüßte Oberstleutnant Straubmeier, Leiter des Bereichs Lehre und Ausbildung, die Gäste. Danach gab Hauptmann Steinkühler, Presseoffizier des VNAusbZBw, einen Einblick in den Auftrag und die Aufgaben des Ausbildungszentrums und stellte die Übung der UN-Militärbeobachter vor.
Anschließend sollte es mit dem Bus in den Übungsraum zwischen Hammelburg und Gemünden am Main gehen, wo die Gruppe verschiedene Übungsszenarien kennenlernen sollte. Doch zunächst machte ein defekter Bus der GSP einen Strich durch die Rechnung. Die Wartezeit auf einen Ersatzbus wurde für einen Besuch der Regionalausstellung im ehemaligen Jägercasino genutzt. Mit ihrem interaktiven Informations- und Erlebnisangebot trägt die Ausstellung dazu bei, den Dialog zwischen Bundeswehr und ziviler Öffentlichkeit zu fördern und die Verbindung zur Region zu stärken. Nach einer Stärkung in der Truppenküche ging es nach Gemünden am Main. Dort erhielten die Besucherinnen und Besucher einen unmittelbaren Einblick in den Einsatz der angehenden UN-Militärbeobachter. Bei einer Bootspatrouille auf dem Main konnten sie nicht nur beobachten, wie die Soldatinnen und Soldaten vorgehen, sondern auch selbst an Bord eines Schnellbootes der Bundeswehr gehen.
Zurück an Land führte die Fahrt anschließend zur Unterkunft des Militärbeobachterteams im Sportheim Diebach. Dort wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen die Beobachter auch abseits des eigentlichen Einsatzgeschehens stehen. Auf begrenztem Raum müssen sie Schlaf- und Verpflegungsmöglichkeiten organisieren, Lagekarten führen und eine funktionierende Arbeits- und Führungsstruktur aufbauen. Hinzu kommt die Zusammenarbeit in einem international zusammengesetzten Team. Für die Gäste ergab sich daraus ein anschaulicher Einblick in den anspruchsvollen Alltag von UN-Militärbeobachtern.
Hauptmann Steinkühler verabschiedete die Gruppe im Jägercasino und bedankte sich für den offenen und interessanten Austausch. red





