Vortrag
Gesunde Ernährung – kinderleicht
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Oerlenbach

Mit dem Zitat „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer begrüßte Nico Rogge, Erster Bürgermeister der Gemeinde Oerlenbach, rund 140 Zuhörer zum Vortrag in der Wilhelm-Hegler Halle. Geladen hatte laut Pressemitteilung die ILE Oberes Werntal, der Zusammenschluss aus zehn Gemeinden, zu der auch die Gemeinde Oerlenbach zählt. Unterstützung fand die Veranstaltung bei der Gesundheitsregion-plus Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie von der Gesundheitsregion-plus Landkreis Bad Kissingen.

Auf hochwertige Fette achten

Referentin Sheila Strahl-Walters begann mit einem Quiz über den Body-Maß-Index und bezog so geschickt das Publikum mit ein. Anschließend ging sie auf bestehende Mythen ein – Glaubenssätze wie „abends essen macht dick“ und „Fette sind nicht gut“ wurden richtiggestellt. Grundsätzlich ist „alles“ erlaubt, Qualität und Menge entscheiden, ob der Körper Energie bekommt oder schlapp und müde ist, erklärte sie. Daher gilt es, auf hochwertige Fette zu achten, die zum Beispiel in Leinöl, Fisch und Nüssen enthalten sind. Zu vermeiden sind dagegen Stress und Schlafmangel. Sie beeinflussen das Hungergefühl negativ und der Körper „vergisst“ zu essen.

Regelmäßig essen

Regelmäßig essen ist wichtig und gleicht den Blutzucker aus.

Strahl-Walters riet zu drei Mahlzeiten täglich – Frühstück, Mittagessen und Abendessen – dazwischen gesunde Zwischenmahlzeiten wie Früchte oder Joghurt. Fehlt die Zeit, sollte die Zwischenmahlzeit als Nachtisch hinter der Hauptspeise gegessen werden.

Eine Kohlenhydrat-Falle ist das „Dessert im Glas“, wie Strahl-Walters erklärte, und meinte damit Cola und Eistee, aber auch aromatisierte Wasser, fertige Saftschorlen und Kaffeegetränke. Übertrieben für die meisten Menschen sind auch Elektrolytgetränke, die nur bei sportlichen Höchstleistungen zu empfehlen sind, erklärte die Referentin.

Möglichst unverarbeitet

Die Referentin betonte den hohen Wert von frischen, unverarbeiteten Produkten sowie Bio-Lebensmitteln. Sie nannte regionale Bezugsquellen. Auch ging sie auf den Nutri-Score ein.

Auch Fleischalternativen wie Hülsenfrüchte gehören regelmäßig in den Einkaufskorb und lassen gesunde Mahlzeiten lecker werden, beispielsweise Burger mit Linsenpatties oder für fortgeschrittene Köche ein Eintopf oder Braten aus vegetarischen Zutaten.

Eine gute Planung macht gesunde Ernährung kinderleicht, so die Referentin. Generell seien Planung und Lebensmittelmanagement das A und O, um Verschwendung vorzubeugen. Aus Resten lassen sich Suppen und Aufläufe zaubern. Bereits Kinder sollten bei der Zubereitung der Mahlzeiten einbezogen werden, um sie von Beginn an an gesunde Ernährung heranzuführen. Manchmal lohnt es sich, bereits einen Tag vorab das Gemüse zu schnippeln.

Viel Bewegung gehört dazu

Strahl-Walters empfahl, möglichst keine Werbung zu schauen, dafür viel mehr Bewegung einzuplanen und zwar 30 bis 60 Minuten täglich. Hierzu rieten auch die beiden Mediziner Dr. med. Ralph Brath und Dr. med. Johannes Brath, die sich im Anschluss vorstellten und darüber informierten, welche Leistungen ihre Praxis anbietet. red

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