Finden Sie sich im Supermarkt, bei Behörden oder in Ihrer Nachbarschaft gut zurecht? Und wissen Sie, an wen Sie sich wenden können, wenn das Hören oder Sehen im Alltag schwieriger wird?
Die Stadt Münnerstadt wurde 2025 als Modellkommune im Projekt „Sinnesbeeinträchtigungen in der Pflege im sozialen Nahraum“ des Blindeninstituts Würzburg ausgewählt, um sich in den kommenden eineinhalb Jahren gezielt mit dem Thema Seh- und Hörbeeinträchtigungen zu beschäftigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese treten häufiger auf, als man denkt, besonders mit zunehmendem Alter. Der Großteil sehbehinderter und blinder Menschen ist über 70 Jahre alt und jede zweite Person über 80 Jahren ist schwerhörig. Die Lebensqualität leidet, wenn Seh- und Hörbeeinträchtigungen nicht rechtzeitig entdeckt und versorgt werden. Umso wichtiger ist es für Betroffene und Angehörige zu wissen: Was kann ich tun? Und an wen kann ich mich wenden?
Aus diesem Grund findet für alle Bürgerinnen und Bürger ein Bürger-Dialog „Seh- und Hörgesundheit“ am Donnerstag, 19. Februar, 15 Uhr, im M17, Klostergasse 6, in Münnerstadt statt, so die Pressemitteilung. Sie bekommen die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ihre persönlichen Meinungen und Erfahrungen einzubringen, damit ihre Kommune noch lebenswerter gestaltet wird. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Das Modellprojekt steht unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin Judith Gerlach und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention und der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp gefördert. In Kooperation mit den unterfränkischen GesundheitsregionenPlus bietet das Projektteam verschiedene präventive Maßnahmen in der Stadt Münnerstadt an. Mehr Informationen gibt es unter blindeninstitut.de/sinnesonah. Das Modellprojekt „Sinnesbeeinträchtigungen in der Pflege im sozialen Nahraum“ läuft von 2025 bis 2027. Am Ende des Projekts soll ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für ganz Bayern entstehen. red









