Die Mitglieder des Heimatvereins Steinach trafen sich zur Generalversammlung im Vereinslokal Schneider. Diesmal stand turnusmäßig die Neuwahl des 17-köpfigen Vorstands auf der Tagesordnung, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins.
Vorsitzender Andreas Alles eröffnete die Sitzung. Nach den Neuaufnahmen (der Verein zählt nun 242 Mitglieder) berichtete Schriftführer Julian Dünisch von den zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Dabei hob er besonders den Fasching, das Brückenschoppen-Fest, das Ferienprogramm, den Kabarett-Abend und die kürzliche „Ramadama“-Aktion hervor.
Finanzen im Lot
Schatzmeister Michael Sube blickte auf ein auch finanziell erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Die pfiffigen, gut durchdachten und organisierten Veranstaltungen spülten gute Gewinne in die entspannte Vereinskasse. So war der Heimatverein in der Lage, die Faschingstanzgruppen finanziell zu unterstützen, neue Marschtanz-Gardekostüme anzuschaffen und in den Bau professioneller Theken-Klappelemente für die Faschingsbar zu investieren. Mit der aktuellen finanziellen Basis ließe sich weiterhin, im Sinne des Vereinszwecks, gut wirtschaften, heißt es weiter. Die Kassenprüfer Roland Halbleib und Gerhard Dünisch bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Vorsitzender Andreas Alles erinnerte an die Traditionsveranstaltungen im vergangenen Jahr, die auch mit neuen Ideen umgesetzt wurden. Die Veranstaltungen Büttenabend, „Brückenschoppen“ und „Kabaree-Kanabee“ seien mittlerweile Marken und aus der Kulturszene der Region nicht mehr wegzudenken. Auch auf das Engagement und die Eigeninitiative der Jugend könne Steinach stolz sein. Die faschingsaktiven jungen Leute organisieren selbst die attraktiven Veranstaltungen „Altweiberfasching“ und „Stänicher Dance-Night“. Das sei allen Lobes und ein großes Dankeschön wert. Die Teilnahme am Faschingszug, mit über 30 Fosenöchtern von jung bis alt und einem sehenswerten Faschingswagen, ist ein Highlight und Ehrensache. Genau wie die Unterstützung kirchlicher Veranstaltungen an der Bergkapelle und des Teams, das die Kapelle und Grabanlage pflegt.
Weiterhin benannte Vorsitzender Alles die Mitarbeit des Heimatvereins am entstehenden Kulturwanderweg und bedankte sich bei Historie-Beauftragtem Elmar Freibott, der dieses Projekt vorrangig begleitet.
Die Arbeit im Verein und für sein Dorf, zusammen mit seinen Aktiven, bereitet Alles auch nach zwei Perioden immer noch Freude, und er ist weiterhin motiviert, seine Heimat für die Dorfgemeinschaft und die Kinder attraktiv zu halten. Er bemängelte lediglich, dass sich die Mitgliedschaft bei der Umsetzung der Veranstaltungen meist auf die gewohnten Leistungsträger verlässt und wünscht sich für kommende Vereinsaktionen mehr Engagement, Solidarität und Zusammenhalt.
Für das kommende Vereinsjahr stellt Alles das Aufstellen der „Ploubaame“ für die Steinacher Gemeinderäte, Einholen des Maibaums, Kinderferienprogramm, Familienzelten, „Rösele-Fest“ mit Dorfolympiade am 3. und 4. Juli, das 3. „Kabaree-Kanabee“ am 14. November und den großen Büttenabend am 30. und 31. Januar 2027 in Aussicht.
Alles wies auch auf das 25-jährige Vereinsbestehen im Jahr 2028 hin. Hierfür gebe es bereits ein stimmiges Konzept zur Durchführung eines großen Zeltfestes.
Wahl im Schnellverfahren
Die Neuwahl des Vorstands ging schnell über die Bühne. Nachdem sich die Anwesenden einstimmig für eine Wahl per Akklamation ausgesprochen hatten, wurden der geschäftsführende Vorstand sowie die vier Abteilungsleiter und neun Beisitzer im Block per Handzeichen gewählt.
Der neue Vorstand des Heimatvereins Steinach setzt sich die nächsten drei Jahre wie folgt zusammen: Vorsitzender bleibt Andreas Alles, Stellvertretender Vorsitzender Andreas Freibott, Kassier Michael Sube und Schriftführer Julian Dünisch. Weiter sind im Vorstand: Frank Schmitt (Öffentlichkeitsarbeit), Dominik Baumgart (Jugendarbeit), Elmar Freibott (Historie), neu Emma Blasek (Social Media) und Beisitzer sind Jens Kürschner (neu), Rene Gock (neu), Markus Hochmuth (neu), Vanessa Ruppert, Florian Steinert, Thomas Baumgart, Christian Zinn, Theresa Elbert, Sarah Gundalach. Die Kasse prüfen Gerhard Dünisch und Roland Halbleib.
Diskussion ums Alte Pfarrhaus
Unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ meldete sich Thomas Alles zu Wort, der empfahl, die Dächer der Weihnachtsmarktbuden zu verstärken und mit Geländer und Wendeltreppe für „fosenöchtliche“ Eskapaden auszustatten. Alexander Albert regte an, endlich wieder einmal einen Vereinsausflug zu organisieren.
Elmar Freibott schlug vor, sich aus dem Vereinsheim „Altes Pfarrhaus“ aufgrund der hohen Nebenkosten, die der Bauweise und der Heizung des denkmalgeschützten Gebäudes geschuldet sind, zurückzuziehen.
Dem entgegnete Frank Schmitt, dass sich so mancher, der die Einrichtung „Kirche“ bei persönlichem Bedarf wie Hochzeit, Kommunion, Todesfall gerne nutze, unabhängig von ihrer Mitgliedschaft, mal Gedanken machen sollte, warum es in Steinach Dinge gibt, die woanders schon ausgestorben sind: eine funktionierende Pfarrei mit Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Pfarrei- und Grünpflegeteam sowie regelmäßigen Gottesdiensten, Ministranten, Sternsingern, Klapperern, Wallfahrten, die Pflege der Bergkapelle und festlichen Veranstaltungen. Weil sich in Steinach viele fleißige Menschen darum bemühen, die dazu aber auch einen Versammlungsort brauchen. Dass das Alte Pfarrhaus nur durch die gemeinsame Nutzung mit Heimatverein und Jugendraum und das gemeinsame Tragen der Nebenkosten zu halten ist, sei bekannt. Eine faire, zukunftsfähige Lösung ist ja seit Langem ausgearbeitet und bei der Gemeinde beantragt. Eine Denke in Richtung anderer Örtlichkeiten sei Kaffeesatzleserei und kontraproduktiv, so Schmitt.
Bei der Regelung der Kosten sieht Schmitt sowohl den Heimatverein als auch die Gemeindeführung mit Verwaltung in der Pflicht, die reale Aufteilung der Nebenkosten endlich vertraglich zu fixieren. „Kirche ist schließlich auch Heimat, Kultur und Tradition und gehört zum Dorf wie Vereine und Politik“. Dies zu erhalten, sei nicht nur satzungsmäßiger Vereinszweck des Heimatvereins, sondern auch die Verpflichtung der Gemeindeführung gegenüber den Bürgern. red









