Münnerstadt
Repair-Café unterstützt Knopfkiste und Heimatspielhaus
Hedi Schreiner und Martin Fischer (links) vom Repair-Café übergeben Martin Weissenberger von der Knopfkiste eine Spende für Schaukeln und Spielturm. Ellen Mützel
Hedi Schreiner und Martin Fischer (links) vom Repair-Café übergeben Martin Weissenberger von der Knopfkiste eine Spende für Schaukeln und Spielturm. Ellen Mützel // 
Münnerstadt

In den drei Jahren, seitdem es das Repair-Café in Münnerstadt gibt, haben sich einige Spendengelder angesammelt, die die Initiative durch Kuchenverkauf und Reparatur von defekten Gegenständen erhalten hat. Zweimal im Jahr findet die Veranstaltung im M17 - Blauer Laden in Münnerstadt statt. Der nächste Termin ist am Samstag, 17. Oktober.

Einen Teil der Gelder hat die Initiative nun an zwei Projekte in Münnerstadt gespendet: 500 Euro kamen der Knopfkiste des Netzwerks für Soziale Dienste für eine neue Schaukel zugute, weitere 500 Euro gingen an die Bauhütte des Heimatspielhauses für die Gestaltung eines kleinen Gärtchens hinter der Kulturscheune.

In der Knopfkiste an der Coburger Straße wohnen sechs Kleinkinder, deren Familien den alltäglichen Belastungen und den Ansprüchen an Kindererziehung nicht gewachsen sind. Dort werden sie von Pädagoginnen und Pädagogen betreut. Kürzlich war eine neue Schaukel nötig, die mit den Spenden der Initiative verwirklicht werden konnte – wenn auch nur zu einem kleinen Teil: Wegen rechtlicher Vorgaben musste ein Teil des Bodens abgetragen und die zwei Schaukeln mit Spielturm in Fundamente gesetzt werden. Sobald alle Arbeiten verrichtet sind, können die Kleinen bald auch den Spielturm nutzen. Zwar ist die Betreuung der Kinder über das Jugendamt gut finanziert, aber für Projekte wie dieses ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen. Hier konnte das Repair-Café einen Beitrag leisten.

Die Heimatspielhaus-Bauhütte trifft sich wöchentlich, um Arbeiten rund um das Heimatspielhaus und die dazugehörige Kulturscheune zu verrichten. Erst vor einem Jahr wurde die Kulturscheune eröffnet, die zuvor nicht nutzbar war – die Gruppe drehte das Gebäude einmal auf links. Es ist nun von innen kaum wiederzuerkennen. Wie beim Repair-Café wurde hier auf Recycling gesetzt: So sind die Dachfenster alte Fenster eines Bauhütten-Mitglieds, andere brachten Spiegel oder Kleiderhaken mit.

Für Veranstaltungen kann die Scheune seither gemietet werden. Jetzt wollte sich die Gruppe dem Garten hinter der Scheune zur Kirche hin annehmen: „Aber das kostet Geld. Wir wären ins Stocken gekommen, wenn mich das Repair-Café nicht mit der Mitteilung über die Spende kontaktiert hätte“, freut sich Roman Jonas.

Der nächste Repair-Café-Termin am 17. Oktober findet von 13 bis 17 Uhr statt. Es gibt Reparaturen in den Bereichen Holz, Mechanik, Elektronik und Kleidung. Auch ein Reparateur von Nähmaschinen ist erstmals vor Ort. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Wer etwas zum Reparieren hat, wird gebeten, dies per Mail an muerscht.repair@gmail.com zu senden mit den folgenden Informationen: Vor- und Nachname, betroffener Gegenstand, wenn möglich Foto vom Typenschild und Beschreibung, was defekt ist. Das Team des Repair-Cafés freut sich bereits.

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