Das Gymnasium Münnerstadt setzt die Tradition der Vortrags- und Gesprächsreihe Schönborn-Kolleg fort, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Am Montag, 21. September, (19 Uhr, Aula des SGM), besucht Landgerichtspräsident Matthias Burghardt (Bayreuth) die Schule. Er wird über ein groß angelegtes und verdienstvolles Forschungsprojekt berichten, das die NS-Zeit und die Rolle der Justiz in Bayreuth darin beleuchtet.
Hintergrund: Seit 1942 existierte in der oberfränkischen Stadt ein Sondergericht, aber es tagte dort auch der berüchtigte Volksgerichtshof, der Fälle an sich zog, wo es unter anderem um sogenannte „Wehrkraftzersetzung“ oder „Rundfunkverbrechen“, wie das Regime dies benannte, ging. Die Forscher befassen sich in dem mehrjährigen Projekt mit der Aufarbeitung damaliger Fälle, den Biografien der beteiligten Richter und Staatsanwälte, aber auch dem Umgang mit dem NS-Unrecht nach 1945 und den Werdegängen der handelnden Personen. Auf der Website ns-justiz-bayreuth.de/ kann für Interessierte bereits vorab Einblick in die aufschlussreiche Forschungsarbeit genommen werden.
Am Montag, 5. Oktober (19 Uhr, Aula des SGM), wird die Reihe mit dem Thema „Als Diplomat im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik“ fortgesetzt. Der ehemalige deutsche Botschafter Günter Rudolf Knieß, der vor allem in Lateinamerika, aber auch anderen Weltregionen tätig war, wird aus seiner reichen Erfahrungswelt berichten.
Der gebürtige Maßbacher erlebte auf seinen Dienstposten spannende Auslandseinsätze und politische Veränderungen und Umwälzungen in den Ländern vor Ort.
Knieß wird außerdem Auskunft geben, wie Berufswege in die Diplomatie gelingen können, was auch für junge Zuhörer, die sich für den diplomatischen Dienst interessieren, von großer Bedeutung sein kann. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. red





