Mit der neu erworbenen Zusatzqualifikation „Onkologische Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) baut das MVZ Bad Neustadt seine spezialisierte Versorgung für Krebspatientinnen und -patienten mit kardiovaskulären Risiken aus. Die Qualifikation von Goran Trajkovski, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie Ärztlicher Leiter des MVZ, ergänzt die interdisziplinären Strukturen am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt um einen weiteren Schwerpunkt, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Kardioonkologie gewinnt in der Behandlung von Tumorpatientinnen und -patienten zunehmend an Bedeutung. Fortschritte in der Krebsbehandlung – etwa durch Chemotherapien, Immuntherapien und zielgerichtete Verfahren – verbessern die Prognosen vieler Patientinnen und Patienten deutlich. Gleichzeitig können diese Therapien das Herz-Kreislauf-System belasten und kardiovaskuläre Nebenwirkungen verursachen. Eine frühzeitige kardiologische Mitbetreuung hilft, Risiken rechtzeitig zu erkennen und onkologische Behandlungen sicher fortzuführen.
Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die Praxis für Kardiologie im MVZ Bad Neustadt eng mit onkologischen Partnern in der Region zusammen, unter anderem in Meiningen und Schweinfurt sowie innerhalb der bestehenden Versorgungsstrukturen am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt. Mit der neuen Qualifikation werden strukturierte kardiologische Einschätzungen vor Beginn einer Krebstherapie sowie die Begleitung während und nach der Behandlung stärker in die Zusammenarbeit integriert. Ziel ist es, Komplikationen möglichst zu vermeiden und die Therapie der Krebserkrankung sicher zu unterstützen.
„In der onkologischen Therapie sind medizinische Entscheidungen häufig zeitkritisch. Eine kurzfristige kardiologische Einschätzung kann entscheidend sein, um Behandlungen sicher fortzuführen und Risiken frühzeitig zu erkennen“, erläutert Trajkovski. „Die enge Zusammenarbeit von Onkologie und Kardiologie trägt wesentlich dazu bei, die Therapiesicherheit zu erhöhen und die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.“ Die kardioonkologische Betreuung umfasst auch die Nachsorge. Durch die enge ambulante Anbindung können Behandlungsverläufe besser koordiniert und Komplikationen früh erkannt werden. Stationäre Aufenthalte lassen sich so bei vielen Patienten vermeiden.
Ergänzend dazu verfügt das MVZ über die erneut zertifizierte DGK-Zusatzqualifikation „Herzinsuffizienz“. Sie unterstreicht die enge Verbindung zwischen Herzschwäche, moderner kardialer Funktionsdiagnostik und den möglichen Auswirkungen onkologischer Therapien auf das Herz.
„Eine leistungsfähige ambulante Kardiologie gehört fest zu unserem Versorgungskonzept am Campus Bad Neustadt“, so Prof. Dr. Sebastian Kerber, Chefarzt der Klinik für Kardiologie I und Ärztlicher Direktor am Rhön-Klinikum. „Die neue Zusatzqualifikation in der Kardioonkologie ergänzt das spezialisierte ambulante Angebot und ermöglicht gezieltere Begleitung während und nach einer Krebstherapie.“ red









