Eine Vitaminbombe ist gut bei der Hitze. Sauerkirschen, Birnen, Äpfel, Zwetschgen und Erdbeeren sind deshalb in dem Sommer-Smoothie, dem Vitaminbooster aus Lilling. Dieser ist eine der relativ neuen Kreationen, wie heimisches Obst schmackhaft verarbeitet werden kann.
Auf Obst aus dem eigenen Anbau aufmerksam zu machen und es zu verkaufen, war für die Pingolds Grund, vor 25 Jahren den Hofladen zu eröffnen. Das geschah noch durch Susanne Pingolds Mutter, der Kreisrätin Gunda Pingold. „Von den Angeboten hat sich nicht viel verändert“, sagt Susanne Pingold, die den Hof, den Laden, die Schnapsbrennerei, den Hopfen- und Obstanbau von den inzwischen verstorbenen Eltern weiterführt und die Angebote ausgebaut hat.
Aus Zufall sind sie beim Stöbern alter Fotos über den Zeitungsartikel der Neueröffnung des Hofladens gestolpert, weshalb noch eine Geburtstagsfeier mit Kaffee und Kuchen, Losglück, Verköstigung, aber auch mit Modenschau und Livemusik am Abend organisiert wurde.
Überall auf den Wiesen im Hof sind Tische und Bänke aufgestellt. Große Sonnenschirme sorgen für etwas Schatten. Doch zu viel Hitze hat die Gäste am frühen Nachmittag nur „tröpfchenweise“ auf den Hof gelockt, aber alle in den Hofladen, der durch die schmucke Blumendekoration schon von außen ein Augenschmaus ist.
Der Hofladen hat sich von der Einrichtung nur kaum verändert. An einer Wand ist ein Fenster, das zum Nebenraum, der Brennerei, schauen lässt. „Dort war früher der Getreidebereich. Es hing ein Automat hier, aus dem das Müsli herausgelassen werden konnte“, sagt Pingold. Doch der Bereich samt Müsli ist längst aus dem Sortiment genommen worden.
Stattdessen füllen alle möglichen oder für den „normalen“ Genießer eher ungewöhnliche Angebote, ob flüssig oder streichfest, die Regale. „Das Grundsortiment ist geblieben“, sagt Pingold. Und das war schon vor 25 Jahren vielfältig. Von den selbst gebrannten Schnäpsen und Likören in allerlei Geschmacksrichtungen,bis hin zu Marmeladen, Fruchtaufstrichen und Chutneys, Säften oder Kräuter- und Obstessigzubereitungen und inzwischen auch Barbecuesoßen. Wichtig war der Familie Pingold von jeher, eine Alternative zum reinen Schnapsladen zu bieten.
Das Grundsortiment ist das Obst und der Hopfen, den Pingolds anbauen. Und dennoch ist die Angebotsvielfalt extrem verbreitert, durch immer neue Ideen, die zu neuen Varianten und Kombinationen führten. Der Kirschprosecco ist vor vier Jahren hergestellt worden und noch immer heiß begehrt. „Nun haben wir auch eine alkoholfreie Variante“, sagt Susanne Pingold, was sich hinter der „Frechen Kirsche“ verbirgt.
Doch allein mit den Kirschen lässt sich viel mehr zubereiten. Einige Schalen frischer Kirschen stehen auf dem Verkaufstresen, für den Sofortverzehr oder den Kirschkuchen zu Hause. Doch in Pingolds Hofladen gibt es auch Kirschessigzubereitung oder Kirschbarbecuesoßen.
Viele Ideen habe ihre Mitarbeiterin Yvonne Geschwandner, verrät Pingold. Diese suche immer wieder Rezepte durch und habe daraufhin einen Einfall. „Wir probieren das aus und dann entscheiden wir“, sagt Pingold. Mit „wir“ meint Pingold ihre Familie und die weitere Mitarbeiterin Heike Mirsberger.
So geschehen auch bei den Himbeeren, weshalb auch Essigzubereitungen mit Himbeeren im Regal stehen. Und die Produktvielfalt mit der Quitte wurde heuer neu zubereitet. Dazu kommen die Vitaminbooster in verschiedenen Sorten. Diese Sommer-Smoothies gibt es auch in anderen Obstkombinationen, im Winter den Hopfenglühwein und auch Hopfenpesto. Eher ungewöhnliche Produkte und doch ganz regional, da eigener Anbau der Familie Pingold.









