Der Ortsteil Pfaffendorf ist künftig wieder im Gemeinderat von Altenkunstadt vertreten. Dafür wurden die Weichen am Donnerstag gestellt, nachdem die Einwohner ihren Wunsch nach einem Ortssprecher bekundet hatten. Für dieses Ehrenamt wurde Dominik Lebek gewählt, der damit beratend an der Gemeinderatssitzung teilnehmen darf.
Zur Ortsversammlung hatten sich die Einwohner von Pfaffendorf und dem Kordigast am Dorfgemeinschaftshaus „Die Scheune“ zusammengefunden und wurden von Bürgermeister Stefan Deuerling begrüßt. Dabei wurde es von allen dankbar angenommen, dass man diese Zusammenkunft ins Freie verlegt hatte und die Bewirtung von den Gartenfreunden übernommen wurde.
Bürgermeister Deuerling ging anschließend gleich auf den Anlass dieses Abends ein, die Wahl eines Ortssprechers. Auch hierbei handelt es sich, analog einem gewählten Gemeinderat, um ein kommunales Ehrenamt, wobei der Ortssprecher an allen Sitzungen eines Gemeinderates und seiner Ausschüssen in einer beratenden Funktion teilnehmen darf.
Er sei dabei gleichsam das Bindeglied seines Ortsteils zum Gemeinderat und kann in dieser Funktion vor allem die Anliegen seines Gemeindeteils vorbringen. Dabei bestehe die Möglichkeit, dass das gemeindliche Gremium die Wahl eines Ortsprechers beantragen kann, und im Fall von Altenkunstadt habe sich der Gemeinderat entschieden, Ortssprecherwahlen für Pfaffendorf, Burkheim und Strössendorf durchzuführen.
Damit dieses Vorhaben umgesetzt werden konnte, musste zunächst einmal ein Wahlgremium benannt werden, und diese Aufgabe übernahmen Astrid Redinger und Frank Söllner von der Gemeindeverwaltung. Bei Frage von Bürgermeister Stefan Deuerling wurde dann als Vorschlag übereinstimmend von Maria Wiehle und Georg Baier der 35-jährige Umwelttechnik-Ingenieur Dominik Lebek genannt, der auf Befragung des Gemeindeoberhauptes erklärte, dass er im Falle einer Wahl das Amt auch annehmen werde.
Damit konnte die geheime Ortssprecherwahl in Gang gesetzt werden, wobei Dominik Lebek von den 42 abgegebenen Stimmen 38 auf sich vereinigen konnte; zwei Stimmzettel mussten für ungültig erklärt werden, nachdem zwei namensgleiche Personen anwesend waren, jedoch nur der Nachname und nicht der Vornamen dem Stimmzettel entnommen werden konnte. Dominik Lebek bedankte sich für das Vertrauen und nahm dieses Ehrenamt an.
Nachdem alle drei Bürgermeister, die Mitglieder des Gemeinderates und die Rathausverwaltung anwesend waren, biete sich damit die Gelegenheit, so Bürgermeister Stefan Deuerling, zu einer allgemeinen Aussprache. Hierbei kam auch eine mögliche Tempo-30-Zone zur Sprache, wofür nach Auffassung der Gemeindeverwaltung eine Verkehrsschau am geeignetsten wäre.
Ein weiteres Problem tat sich einmal mehr mit dem Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße auf, denn, so die Wahrnehmungen der Anlieger und der Schulweghelfer, es werde hier vor allem aus Richtung Burkheim zu schnell in den Ortsteil Pfaffendorf hineingefahren, sodass Verkehrskontrollen und die Auswertung einer Geschwindigkeitsmesseinrichtung wichtige Erfahrungswerte liefern würden.
Es wurde der Einmündungsbereich der Straße vom Kordigast in die Staatsstraße 2191 angesprochen, wo ein Baum die Sicht erheblich beeinträchtigt und die Beleuchtung des Geh- und Radweges entlang der Ortsdurchfahrt erheblich zugewachsen sei. Ein Schlagloch an der Staatsstraße verursache durch den Schwerlastverkehr erheblichen Lärm.
Abfallbehältnisse und Hundetoiletten im Umfeld der Brücke des Kapellenbachs waren weitere Anliegen der Ortsbewohner, die die Gemeinde Altenkunstadt an die entsprechenden Stellen weitergeben werde und, soweit sie in den eigenen Verantwortungsbereich fallen, wie es Bürgermeister Stefan Deuerling am Ende auch zusichert, annehmen werde.










