Zu ihrer ersten Sitzung in der neuen Amtszeit haben sich die Mitglieder des Zweckverbandes Abwasserwirtschaft Kunstadt im Sitzungssaal des Rathauses Altenkunstadt getroffen. Dabei wurden auch der Verbandsvorsitz und alle wichtigen Weichenstellungen für die gemeinsame Fortführung des Zweckverbandes neu geregelt. Die Vorlage der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr zeigte dabei, dass wieder einmal gut gewirtschaftet wurde.
Nachdem der bisherige Verbandsvorsitzende Robert Hümmer diesen Termin nicht wahrnehmen konnte, übernahm das älteste Gremiumsmitglied, Günter Knorr, die Begrüßung im Rathaussaal und hieß die weiteren Mitglieder, die beiden Bürgermeister, Susanne Bock von Wülfingen und Stefan Deuerling, die Kämmerinnen Heike Eber und Fabienne Seufert sowie Altenkunstadts Geschäftsleiter Alexander Pfaff willkommen.
Bei einem Blick auf die gemeinsamen Bestrebungen, den Betrieb der Kläranlage in Burgkunstadt, nannte er dabei den Abwasserzweckverband eine gute Sache, wovon beide Kommunen gleichermaßen profitieren. Jetzt liege es an den Verantwortlichen, so Knorr, die künftigen Aufgaben für den Zeitraum von 2026 bis 2032 neu festzulegen.
Dabei bestand Einigkeit darüber, an der bisherigen Handhabung, den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter immer auf einen Zeitraum von zwei Jahren zu wählen und dann wieder zu wechseln, weiterhin festzuhalten.
Deuerling startet
Dabei hatte allerdings Burgkunstadts Erste Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen gleich zu Beginn darum gebeten, dass mit dem Verbandsvorsitz für den ersten Zeitraum, also vom 1. Mai 2026 bis 30. April 2028, der Bürgermeister von Altenkunstadt beginnen sollte, auch wenn Burgkunstadt eigentlich turnusmäßig „an der Reihe“ wäre. Sie habe inzwischen schon weitere Zweckverbände zu leiten und möchte sich gewissermaßen erst einarbeiten, um dann am 1. Mai 2028 den Vorsitz zu übernehmen – ein Vorschlag, der von allen Mitgliedern akzeptiert wurde.
Damit wählte die Versammlung Ersten Bürgermeister Stefan Deuerling zum Verbandsvorsitzenden und Susanne Bock von Wülfingen, ebenfalls einstimmig, zu seiner Stellvertreterin.
Zugleich benannte die Versammlung Günter Knorr (Vorsitzender) und Hans-Schuster (Stellvertreter) zu den örtlichen Rechnungsprüfern, denen dann auch gleich die örtliche Prüfung der Jahresrechnung obliegen wird.
Für die künftige Zusammenarbeit sei es zudem sinnvoll, erklärte Geschäftsleiter Alexander Pfaff, dass man für den weiteren Betrieb des Abwasserzweckverbandes auch die entsprechenden Regelungen hinsichtlich einer Verbandssatzung, der Entschädigungssatzung und die Geschäftsordnung des Zweckverbandes der Abwasserwirtschaft Kunstadt treffen sollte.
Nachdem entsprechende Regelwerke bereits aus den vergangenen Jahren vorlagen, nicht beansprucht werden mussten und sich damit bewährt haben, entschied man, die bisher geltende Geschäftsordnung so lange weiter bestehen zu lassen, bis einmal eine Neufassung durch eine Verbandsversammlung beschlossen wird.
Auch Zweckverbandsmitglied Günter Knorr ergänzte noch, dass man mit der geltenden Satzung und damit bestehenden Geschäftsordnung eigentlich recht gut leben und auch arbeiten konnte.
Rücklage vorhanden
Die Ergebnisse für das Haushaltsjahr 2025 wurden anschließend von Altenkunstadts Gemeindekämmerin Fabienne Seufert erläutert. Demnach betrug das Ergebnis des Verwaltungshaushalts 731.458,22 Euro und des Vermögenshaushalts 385.735,21 Euro, woraus sich ein Gesamthaushalt von 1,117 Millionen Euro ergab. Es erfolgte dabei eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 119.512,92 Euro und eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mit 156.222,29 Euro, sowie am Ende des Haushaltsjahres eine Zuführung zur allgemeinen Rücklage mit 375.163,96 Euro, woraus sich am 31. Dezember 2025 eine Rücklage in Höhe von 525.163,96 Euro ergab. Hiervon ist ein Betrag mit 200.000 Euro den künftigen Investitionen vorbehalten, während 325.163,96 Euro zur Stärkung des Haushaltes 2026 wieder entnommen werden.
Für die Erweiterungen der Photovoltaik-Anlage in der Kläranlage wurden im vergangenen Haushaltsjahr Investitionen in Höhe von 10.571,25 Euro getätigt (Firma Ebitsch Energietechnik).
Für das Haushaltsjahr 2026 ergab sich in der Planung eine Betriebskostenumlage in Höhe von 640.100 Euro, die entsprechend den Beteiligungsverhältnissen von der Stadt Burgkunstadt mit 352.055 Euro (55 Prozent) und der Gemeinde Altenkunstadt mit 288.045 Euro (45 Prozent) getragen wird.
Die Investitionen und Beschaffungen sind im Haushalt 2026 mit einem Ansatz von rund 155.000 Euro vorgesehen und beinhalten unter anderem Aufwendungen für den Austausch der Umwälzpumpen, die Erneuerungen der Elektrotechnik, die Arbeitssicherheit, die Fördertechnik und einen Gefahrstoffcontainer.
Erfreulich war auch die abschließende Mitteilung der Kämmerin Fabienne Seufert, dass der Abwasserzweckverband nach wie vor schuldenfrei sei.









