Die Bayernwerk Netz GmbH und die Stadtwerke Forchheim haben nach eigenen Angaben einen Meilenstein auf der Baustelle des neuen Umspannwerks Forchheim-West erreicht: Schalthaus, Mittelspannungstechnik und Hochspannungsteil der Anlage sind fertig.
Gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber, Christian Sponsel, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, und Vertretern der Kommunalpolitik besuchte laut Pressemitteilung Bayernwerk-Vorstand Egon Leo Westphal die Baustelle. Der neue Netzknoten mache die Strominfrastruktur in Forchheim fit für die Energiewende.
Ende des Jahres soll er vollständig in Betrieb gehen. Die Kosten liegen insgesamt bei rund 14 Millionen Euro. In seinem gesamten Netzgebiet verzeichnet das Bayernwerk demnach einen rasanten Anstieg der angeschlossenen Wärmepumpen, Wall-Boxen und Heimspeicher. Gleichzeitig steige die Einspeisung aus erneuerbaren Quellen immer weiter an. Um diese Entwicklung der Energiewende zu ermöglichen, brauche es starke Leitungen und Umspannwerke im Verteilnetz.
„Kapazitäten im Stromnetz sind das neue Gold der Energiewende. Denn neue Einspeiser, Speicher oder Verbraucher können nur ans Netz gehen, wenn die Infrastruktur dafür ausgelegt ist“, sagte Westphal.
Weil das bestehende Umspannwerk in Forchheim voll ausgelastet ist, bauen Bayernwerk Netz und Stadtwerke Forchheim derzeit die neue, rund 0,6 Hektar große Anlage vor den Toren der Stadt. Sie liegt südlich der B 470 und westlich des Gewerbegebietes „Pilatus“.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) betonte: „Das neue Umspannwerk Forchheim ist ein Musterbeispiel dafür, wie vorausschauender Klimaschutz Regionen zukunftssicher macht.“
2016 waren in der Stadt Anlagen zur Erzeugung grüner Energie mit einer Gesamtleistung von rund neun Megawatt (MW) an das Stromnetz angeschlossen. Mittlerweile hat sich, so wird berichtet, die Anschlussleistung fast vervierfacht und liegt heute bei circa 35 MW. Der wachsende Anteil an Wärmepumpen sorge für saisonale Schwankungen.
Westseite des Regnitztals
Das neue Umspannwerk auf der Westseite des Regnitztals ermögliche den Netzausbau der westlichen Forchheimer Stadtteile Burk und Buckenhofen einschließlich geplanter Neubaugebiete.
Das neue Umspannwerk wird einen neuer Verknüpfungspunkt zwischen dem regionalen Hochspannungsnetz der Bayernwerk Netz und dem Stromnetz der Stadtwerke Forchheim. Es wird das bestehende Umspannwerk Forchheim ergänzen, das zwischen Friedrich-von-Schletz-Straße und dem Altarm der Regnitz liegt. red









