Großenseebach
Neuwahlen beim Abwasserzweckverband Seebachgrund
Der neue Vorsitzende des Abwasserzweckverbands, Jürgen Jäkel (Großenseebach, rechts) und sein Stellvertreter Timo Wendel (Weisendorf). Gerd Ankermann
Der neue Vorsitzende des Abwasserzweckverbands, Jürgen Jäkel (Großenseebach, rechts) und sein Stellvertreter Timo Wendel (Weisendorf). Gerd Ankermann // 
Großenseebach

In der Verbandsversammlung des Abwasserverbands Seebachgrund waren Neuwahlen erforderlich. Der bisherige Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Hertlein wurde nicht mehr als Bürgermeister von Weisendorf wiedergewählt. Zudem gab nach der Kommunalwahl 2026 Veränderungen bei der Bestellung der Verbandsrätinnen und -räte für den Zweckverband.

Drei Gemeinden im Seebachgrund bilden den Abwasserverband: Großenseebach, Heßdorf und Weisendorf. Die Geschäftsführerin, Christina Fischer, hat ihren Dienstsitz in der Verwaltungsgemeinschaft Heßdorf.

Die Verbandsversammlung hat nun den Ersten Bürgermeister von Großenseebach, Jürgen Jäkel, als neuen Verbandsvorsitzenden gewählt. Timo Wendel, Erster Bürgermeister von Weisendorf, wurde stellvertretender Verbandsvorsitzender.

Geregelt wurde auch die Entschädigung für die Vorsitzenden, Stellvertreter und die Sitzungsgelder für die Verbandsräte. Der Vorsitzende erhält monatlich 250 Euro, sein Stellvertreter monatlich 75 Euro als Aufwandsentschädigung. Die Verbandsräte bekommen pro Sitzung 40 Euro Sitzungsentschädigung.

Bis zur nächsten Sitzung, die am 26. November 2026 stattfinden soll, hat Jürgen Jäkel der Verbandsversammlung eine „Hausaufgabe“ mit auf den Weg gegeben: Zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen und zum effizienten Einsatz der Mitarbeiter im Außendienst des Zweckverbands könnte eine Reform allen drei Gemeinden Synergieeffekte bescheren. Ein Fachbüro könnte dabei helfen, die Neustrukturierung auf den Weg zu bringen, stellte Jäkel fest.

Kräfte bündeln

Diskutiert wurde die Möglichkeit der erweiterten Aufgaben des Zweckverbands, indem die einzelnen Mitgliedsgemeinden ihre Kräfte bündeln und sich auch operativ stärker vernetzen. Im Außeneinsatz und beim Bereitschaftsdienst ist das Vier-Augen-Prinzip anzuwenden. Die Mitarbeiter müssen immer zu zweit ausrücken, aus Gründen der Arbeitssicherheit.

Aktuell entsendet jede Mitgliedsgemeinde immer ihre eigenen Fachkräfte für den jeweiligen Schadensfall. Eine Bündelung der Kräfte wäre also sinnvoll, bestätigt Axel Gotthardt aus Heßdorf, das spare langfristig Kosten in allen drei Kommunen.

„Überlegung wert“

Timo Wendel sagte: „Der Teufel steckt im Detail, aber das Personalthema rechtssicher zu lösen, ist eine Überlegung wert“. Weisendorf betreibe aktuell 14 Anlagen, das seien besondere Herausforderungen in der Praxis.

Christina Fischer regte noch an, dass die Verbandsräte bei einer Ortsbesichtigung der Kläranlage einen tieferen Einblick in die technischen Abläufe und Zusammenhänge bekommen könnten.

Inhalt teilen
  • kopiert!