Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Freitag auf dem Gelände des Puma-Hauptquartiers in der Rudolf-Dassler-Straße 1 der Bau einer Campus-Erweiterung gefeiert. Was sich der Sportartikelhersteller von der Baumaßnahme verspricht und wie es weitergehen wird, erklärte der Vorstandsvorsitzende Arthur Höld.
Zunächst versammelten sich Vertreter der Kommunal-und Landespolitik sowie einige Mitarbeitende von Puma auf der Baustelle. Arthur Höld bekannte sich in seiner Begrüßung zum Standort Herzogenaurach. Die Anzahl der Beschäftigten in Herzogenaurach ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Auch der neue Anteilseigner von Puma, Anta Sports, hat sich zum Standort und zur Eigenständigkeit des Unternehmens klar bekannt. Herzogenaurach ist seit fast 80 Jahren die Heimat von Puma. Die Weiterentwicklung zum Standort ist für Höld ein „Puma-Doppelbeschluss“.
Laufschuhinnovation
Mit der Marke „Nitro“ hat Puma eine neue Laufschuhinnovation auf den Weg gebracht. Das Herzstück des neuen Gebäudes wird das „Nitro-Lab“ werden, in dem Puma gemeinsam mit Athletinnen und Athleten Produkte testen wird. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung bestehender Produkte ein. Zum anderen entsteht im Neubau auch ein Fitnesscenter, auf Neudeutsch „Gym“, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken können. Dieses beinhaltet einen großzügigen Hyrox-Bereich und zwei große Räume in denen auch Sportkurse wie Pilates, Yoga oder Funktional Training angeboten werden.
Puma will also mit dem neuen Gebäude auf 1500 Quadratmetern Nutzfläche ideale Voraussetzungen schaffen, um sowohl die Performance-Produkte für Leichtathletik, Running, Fußball und Hyrox kontinuierlich weiter zu entwickeln, als auch die Athletinnen und Athleten zu Höchstleistungen zu bringen.
Das begeisterte auch Joachim Herrmann, der als Bayerischer Innenminister die Doppelrolle des Sportministers innehat. Zunächst gratulierte er Puma und auch der Stadt Herzogenaurach für die Weitsicht, sich rechtzeitig das Gelände der ehemaligen Herzo-Base gesichert zu haben. „Bayern ist stolz auf Herzogenaurach“, so sein Lob in die Runde. „Wir sind super unterwegs“, meinte Herrmann. Herzogenaurach sei eine Sport-Weltstadt und habe einen ausgezeichneten Ruf. Auch die Firma Puma trage dazu bei, dass Deutschland bei der Bewerbung für die Olympischen Spiele gute Chancen haben wird. Dabei spiele es für ihn keine Rolle, ob Menschen aktiv Sport treiben oder ihn als Fans passiv genießen.
Bedeutung für die Region
Gabriele Klaußner als stellvertretende Landrätin ist nicht nur stolz auf Herzogenaurach mit seiner Sportindustrie, sondern erkennt auch den Mehrwert, den Puma vor Ort leistet. Als Arbeitgeber und Unterstützer der Region und der lokalen Vereine im Sinne des Gemeinwohls. Seit 1948 ist der Hauptsitz in Herzogenaurach, der Neubau unterstreicht nun das langfristige Bekenntnis zu Herzogenaurach.
Bürgermeister German Hacker spricht in seinem Grußwort von der „Wiege der Sportartikelindustrie“ und lobt die enge Vernetzung und tolle Zusammenarbeit von Puma und der Stadtverwaltung. Für die Standortentwicklung sind die kurzen Wege ein klarer Erfolgsfaktor. Die HerzoWerke liefern für das neue Gebäude Energie und Wasser. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Frühjahr/Sommer 2027 geplant.









