Zur Kräuter-Expedition hatten sich 26 Personen kürzlich bei Forstloh (Wallenfels) eingefunden. Veranstalter waren der Gartenbauverein Wallenfels, unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Katholische Erwachsenenbildung (KEB).
Referentin Tanja Schellhorn, zertifizierte TEH-Praktikerin und Waldpädagogin, zeigte den Teilnehmern, wie heimische Wildkräuter sicher bestimmt werden und welche Wirkungen sie entfalten können.
Bei der zweieinhalbstündigen Wanderung über die Wiesen des Frankenwaldes entdeckten die Männer und Frauen zahlreiche Schätze der heimischen Pflanzenwelt.
Riechen und schmecken
Tanja Schellhorn hat sich mit den 26 Teilnehmern – darunter acht Männer, wie Schellhorn am Ende noch einmal besonders hervorheben wird – unter einer prächtigen Linde versammelt. Nicht nur anschauen, sondern auch riechen und schmecken – so ging es an die heimischen Wildkräuter.
Schon auf den ersten Metern findet die Gruppe sehr viele interessante Pflanzen. „Das ist ein besonderer Schatz“, sagt Tanja Schellhorn und zeigt auf ein rosa blühendes Gewächs am Wegrand. „Die Blüte der Malve enthält wie die Blätter der Linde Schleimstoffe“, und ein Kaltauszug aus den Blüten tue nicht nur dem Rachen sehr gut, sondern helfe auch Magen und Darm.
Beim Kauen der verschiedenen Blätter merke man es ganz deutlich: das Blatt, das erst frisch, und etwas säuerlich geschmeckt hat, entwickle plötzlich eine ganz andere Konsistenz im Mund, scheint den ganzen Mundraum zu füllen, fühlt sich cremig, viskos an. „Das sind die Schleimstoffe“, erklärt Tanja Schellhorn. Viele weitere interessante Informationen, Tipps und Rezepte erfahren die Teilnehmer während der weiteren Tour.
Die bunt blühenden Wiesen bei Forstloh haben einiges zu bieten: Labkraut, Johanniskraut und Quendel, um nur einige Pflanzen zu nennen.
Grundstoff für Tee
Doch auch die Vegetation, die auf den Rodungsflächen neu entstehe, sei voller Schätze – vom Roten Holunder über die Eberesche hin zu Weidenröschen und Brombeere. Mit den letztgenannten beiden Pflanzen lässt sich zum Beispiel Tee aus den fermentierten Blättern herstellen.
Wie viel (Heil-)Kraft praktisch vor unseren Haustüren wächst und für jeden zugänglich ist – diese Erkenntnis hoffte Tanja Schellhorn den Teilnehmern vermittelt zu haben.
Im Namen des Gartenbauvereins dankte Thomas Weiß der Referentin.
Eine Nachfolge-Veranstaltung im kommenden Frühjahr ist bereits angedacht, dann soll es speziell um heimische Bäume gehen.









