Zum 30. Mal wurde der Laudato-si-Gottesdienst auf einem Bauernhof in Buttenheim gehalten, den Pfarrer i.R. Hans Lyer zelebrierte. In seiner Predigt setzte er sich mit dem Stern von Bethlehem, aber auch intensiv mit der AfD und ihren Parolen auseinander.
Anfangs des Gottesdienstes, zu dem rund hundert Besucher gekommen waren, zogen auch Erwachsene als Heilige Drei Könige mit ihrem Stern in die Halle ein und verkündeten ihre Botschaft. Diese stand auch als Motto über der Messfeier: „Wir haben den Stern gesehen und sind gekommen, um anzubeten“
„Jeder Suchende“, so Lyer „ist in dieser Gemeinschaft des Suchens vom leuchtenden, wegweisenden Stern willkommen und ein Mitglied in dieser Bewegung der Suchenden nach Sinn, nach Orientierung, nach Halt und Hoffnung. Suche, das kann und ist aber nicht nur im Privaten, im Persönlichen. Suche ist eine politische Dimension.“
Dann kam der Pfarrer auf die AfD-Veranstaltung und Gegendemonstrationen in Eggolsheim zu sprechen. In Eggolsheim fand ein Bezirks-Parteitag der AfD statt und 1500 Gegendemonstranten aus Eggolsheim, aus Buttenheim, aus Bamberg, Forchheim, Erlangen, Nürnberg und sehr viel Polizei seien da gewesen, schilderte er. Der Bezirkstag tagte in einer Halle, die für die Demonstranten nicht zu erreichen gewesen sei. Es seien friedliche Demonstrationen gewesen „und es war zu erleben eine Wallfahrt der suchenden Menschen“. Dann fragte Lyer: „Was kann uns helfen, in dieser Gesellschaft, in diesem Land?“ und lieferte als Antwort: „Die Alternative dieser Partei ist für Christinnen und Christen keine! Wer völkische Hetze betreibt, dem Rassismus das Wort redet, das Thema Migration auf eine Weise behandelt, die menschenverachtend ist und klingt, kann sich auf den neugeborenen Messias und vor allem auf den erwachsenen Jesus aus Nazareth nicht berufen. Im Klartext: Wer diesen Parolen der braunen Soße nachläuft, muss am Sonntag nicht zur Messe. Diese Parolen sind mit dem Evangelium Christi nicht zu vereinbaren. In unserem Land, in der Politik werden Fehler gemacht, aber das Braune, das Rechtsextreme kann nicht die Alternative sein.“
„Alle haben das Recht“
Lyer wies darauf hin, dass die Zeiten schwierig sind, forderte aber auf, zuzulassen, dass alle das Recht haben, in dem einen Boot zu sitzen, in der einen Bewegung der Suchenden, ob das der Geflüchtete ist aus einem Kriegsgebiet, auch der geistig Behinderte, auch der Türke, die Familie aus Syrien, auch der Drogenabhängige, der es einfach nicht schafft, wegzukommen von dem Zeug. Am Ende seiner Predigt folgte der Hinweis, auf ein Licht, auf einen Stern zu schauen, der uns doch zeigt: „Licht siegt über die Dunkelheit, Frieden über Gewalt, Liebe über Hass und Hetze.“









