Die Arbeitsbedingungen im Stadtarchiv sind nach den Worten von Heimatpflegerin Isolde Kalter „ziemlich unangenehm“. Seit dem Umbau des Rathauses arbeitet im Keller eine Absauganlage, deren Geräusch „definitiv zu hoch“ für einen Arbeitsplatz sei.
Trotz dieser Beeinträchtigung schlug Isolde Kalter dem Stadtrat in ihrem Jahresbericht vor, die Arbeitszeit der Mitarbeiterin dort zu erhöhen. Neben der Pflichtaufgabe „Archiv“ würde von der Kollegin auch die städtische Kunstsammlung in der Kultur.werk.stadt betreut. 30 Wochenstunden seien angemessen. „Ansonsten weiß ich nämlich nicht, wie die anstehende Umstellung eines Teils der Registratur auf Archivmaterial zu schaffen sein soll.“ Oberbürgermeister Dominik W. Heike weiß aus Gesprächen um die Probleme. Dämpfte aber am Montag angesichts der angespannten Haushaltslage allzu hohe Erwartungen. Die angestrebte Verbesserung der Stadtfinanzen werde auch Arbeitszeiten nicht ausnehmen.
Stadtheimatpflegerin Kalter hat im vergangenen Jahr mehrere Vorträge gehalten oder unterstützte Forschungsarbeiten von Studenten und Anfragen von Vereinen und Institutionen. Der Eintrag der Schaumberger-Siedlung als denkmalgeschütztes Ensemble sei ein Erfolg des Vorschlags von 2023 gewesen. Die zusammenhängende, nahezu unverändert aus der Bauzeit erhaltene Wohnanlage zeige den Übergang vom barockisierenden Heimatstil zur sachlichen Moderne. Führungen und Ausstellung waren weitere Arbeitsschwerpunkte. Ein Jahr nach der Gründung der Abteilung Stadtbild im Verschönerungsverein wurden im Oktober zwei Häuser prämiert, die die Abteilung wegen der daran ausgeführten Restaurierungsarbeiten für vorbildlich hält, nämlich die Bahnhofstraße 15 im Bahnhofsviertel und die Coburger Straße 108 in Haarbrücken. cw









