In chromblitzenden Klassikern aufs Podium
Sieht man auch nicht alle Tage: den Sportwagen Westfield Eleven. Jochen Heinlein
Sieht man auch nicht alle Tage: den Sportwagen Westfield Eleven. Jochen Heinlein // 

Funkelnde Karosserien, historische Motoren und abwechslungsreiche Prüfungen prägten die 16. ADAC-Oldtimerfahrt des MSC Fränkische Schweiz. Rund 60 liebevoll gepflegte Fahrzeuge gingen am Kirchweihsamstag in Wonsees vom Gemeindehaus auf die Strecke. Die Teilnehmer waren unter anderem aus dem Sauerland, dem Saarland, aus Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen sowie aus Berlin und Brandenburg angereist. Oldtimer-Beauftragter Jürgen Stöcklein aus Stegaurach zeigte seine Begeisterung.

Pünktlich um 10.01 Uhr schickte der Bürgermeister Andreas Pöhner das erste Fahrzeug mit schwenkender Frankenfahne und einer kurzen Vorstellung vom Ebermannstadter Uwe Hölzel auf die anspruchsvolle Route durch die Fränkische Schweiz. Ausgearbeitet worden war die abwechslungsreiche Strecke vom Routenplaner und MSC-Ehrenvorsitzenden Michel Bayer aus Hollfeld.

Schafe stoppen Oldtimer

Unterwegs mussten die Fahrer bei verschiedenen Prüfungen in Hollfeld auf dem Marienplatz, bei der Brauerei Krug in Breitenlesau, auf dem Marktplatz in Heiligenstadt und auf dem Sportplatz Brunn ihr Können unter Beweis stellen. Auf der Platzanlage des MSC Scheßlitz gab es eine Gleichmäßigkeitsprüfung. Sie gilt in dieser Form als einmalig in Oberfranken und wurde durch die Zeitnehmerin Patricia Pfaffenberger geregelt. Nach 75 Kilometern konnten sich die Teilnehmer im Brauereigasthof Will in Schederndorf bei einem flott servierten Mittagessen stärken, bevor es zur letzten Wertungsprüfung nach Weiden zur Tank- und Waschanlage ging.

Für besondere Episoden sorgte auch das Verkehrsgeschehen entlang der Strecke. So mussten die historischen Fahrzeuge an einer Stelle stoppen, um einem von der Polizei angeführten Konvoi mit rund 200 Motorrädern die Vorfahrt zu gewähren. An anderer Stelle hielt eine Schafherde die Teilnehmer kurzzeitig von der Weiterfahrt ab. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch – im Gegenteil: Die ungeplanten Begegnungen wurden zu gern erzählten Erlebnissen der Fahrt.

Bei der abschließenden Siegerehrung in Wonsees würdigte Uwe Hölzel die Leistungen der Teilnehmer. Frank Schneider aus Neustadt erreichte in seiner Klasse einen hervorragenden 2. Platz mit einem Mercedes 300 D. Der Rödentaler Thomas Friedel wurde mit dem ältesten Motorrad, einer NSU 501T, Klassensieger.

Für den Neustadter Organisator Jochen Heinlein gab es Ovationen im Stehen und damit einen besonders bewegenden Moment der Veranstaltung.

Außer über ihre sportlichen Erfolge durften sich die Teilnehmer über attraktive Preise freuen. Martin Jäkel und Uwe Hölzel führten durch die Siegerehrung und die Verlosung mit einem Wert von 2000 Euro. Am Ende waren sich Fahrer, Beifahrer und Organisatoren einig: Die gelungene Streckenführung, die anspruchsvollen Prüfungen und die herzliche Atmosphäre sowie der tolle Service im Wonseeser Gemeindezentrum durch die Kartgruppe unter der Führung der Familie Heinze machten die 16. ADAC-Oldtimerfahrt zu einem besonderen Erlebnis.

Annemarie Heinlein beim Einweisen.
Annemarie Heinlein beim Einweisen. // 
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