Bei der Kinder-Uni der Hochschule Coburg tauchen Kinder auf spielerische Weise in wissenschaftliche Themen ein - und stoßen dabei auf erstaunliche Zusammenhänge. Rund 200 Schülerinnen und Schüler waren für einen Tag lang Studierende.
Sara Röhricht lässt sich nicht so einfach Falschgeld unterjubeln. „Einen echten Schein erkennt man daran, dass die Zahl glitzer“, erklärt die Siebenjährige. „Der Rand fühlt sich anders an. Und es gibt ein Wasserzeichen.“
Die Zweitklässlerin hat im Hörsaal gut aufgepasst. Professor Lutz Schneiders Vorlesung hatte als Thema „Was ist eigentlich Geld?“ Es ging darum, warum es Geld gibt, wie es entstanden ist, was das mit Schnecken und Muscheln zu tun hat, welche Arten von Geld es überhaupt gibt.
Professor Klaus Drese machte Technologie begreifbar: In seiner Vorlesung „Woher wissen Autos und Smartphones, wie sie sich bewegen?“ erfuhren die Kinder, dass Wissenschaft in jedem Gerät um sie herum steckt. Vom Smartphone über das Auto bis zur Waschmaschine – überall arbeiten winzige Sensoren, die messen, reagieren und steuern.
Von der Steinzeit zu KI
Zu einem Studium gehören natürlich auch Studi-Ausweis und Mensa-Besuch. „Das Essen hat mir besonders gut gefallen“, sagt Felix Kotulla von der Melchior-Franck-Grundschule Coburg. Felicitas Bobach (11) erzählt: „Ich habe letztes Jahr schon bei der Kinder-Uni mitgemacht und das hat mir so gut gefallen.“ Sie geht in Coburg aufs Gymnasium Alexandrinum und war zusammen mit ihrem kleinen Bruder Bennett (8) nach der Mittagspause in Professor Gunther Herrs Vorlesung „Von der Steinzeit zur Künstlichen Intelligenz“. Die Nachwuchs-Studierenden reisten durch die Zeit – vom Faustkeil und Feuer über das Rad bis zum Buchdruck und zur Dampfmaschine. Sie verstanden, was Künstliche Intelligenz und moderne Technologien aktuell verändern. „Am spannendsten fand ich, was die Leute früher alles per Hand gemacht haben und nicht mit Maschinen wie wir heute“, sagt Ludwig Börner. „Ich wusste auch nicht, dass wir Menschen so viel gelernt haben und dass sich unser Gehirn von der Steinzeit bis heute immer weiterentwickelt hat.“ Der Neunjährige aus Themar will bei der nächsten Kinder-Uni unbedingt wieder dabei sein. Unter dem Motto „Ich zeig' Dir meine Gefühle“ gab Dozentin Michaela Musenja eine besondere Einführung in die Welt der Emotionen. Diese kreative Vorlesung zeigte den Kindern neue Wege, sich auszudrücken. Sie erfuhren, was Gefühle eigentlich sind, welche Rolle dabei unser Körper spielt und wie Theaterarbeit helfen kann, Gefühle auszudrücken. red









