Unternehmen
LogoHocker: „Made in Sonneberg“ vom Entwurf bis zur Fertigung
Eine Sonneberger Firma stellt Sitzmöbel in individuell abgestimmtem Design her und vertreibt diese europaweit. Bürgermeister Heiko Vogt mit Nico Schönfelder und Matthias Meusel (von links) von ME:SCH.
Eine Sonneberger Firma stellt Sitzmöbel in individuell abgestimmtem Design her und vertreibt diese europaweit. Bürgermeister Heiko Vogt mit Nico Schönfelder und Matthias Meusel (von links) von ME:SCH. // Cindy Heinkel/Stadt Sonneberg
Sonneberg

Ob beim Staffellauf der Grundschulen, beim historischen Fußballspiel gegen die Neustadt-Auswahl, beim Stadt- und Museumsfest oder beim Jahresempfang im Gesellschaftshaus – immer ziehen die leuchtendgelben Sonneberg-Buchstaben die Blicke auf sich.

Die Stadt Sonneberg nennt als Urheber die Konstrukteure Matthias Meusel und Nico Schönfelder. Sie stehen hinter der ME:SCH GmbH, seit 2007 ansässig in der Spielzeugstadt. Sie besitzen das nötige Knowhow, die richtige Technik und hatten 2016 die Idee, ihr Geschäftsfeld für die Automobilzulieferbranche um eine neue Sparte zu erweitern.

2015 begannen sie mit der Entwicklung ihrer Marke „LogoHocker“. Damit sind speziell angefertigte Corporate Design Möbelstücke gemeint. Für eine große Versicherungsgruppe in Coburg fertigten sie schon deren Logo als Sitzgruppe an, auch für den WIR-Verein und Kommunen sind sie tätig. Aktuell tüfteln sie an einer Outdoor-Variante der Sitzmöbel für die Landesgartenschau in Worbis. Eine Sitzgruppe mit Tisch und die Sonneberg-Buchstaben wurden im Rahmen des Ende 2025 ausgelaufenen Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ für das Marketing von Veranstaltungen in Sonneberg angeschafft und schon vielfach eingesetzt.

Ziel: Das Geschäft ausbauen

Meusel und Schönfelder wollen das Geschäftsfeld mit dem individualisierten Sitzmobiliar und mit Schriftzügen allgemein weiter ausbauen und etwas unabhängiger von der stagnierenden Industrie in der Region werden. „Bei Marktanalysen haben wir festgestellt, dass wir die Einzigen deutschlandweit sind, die ein solches Produkt vom Entwurf und der Konstruktion bis zur Fertigstellung inklusive Material und Design entsprechend der Kundenwünsche anbieten können“, sagt Matthias Meusel. Eine professionelle Schneiderin sowie ein Polsterer aus Sonneberg werden für die Arbeiten hinzugezogen.

Flexibel zu bleiben, kreative Ideen zu entwickeln und sich den Bedingungen auch als kleines Unternehmen anzupassen – das schätzt auch Bürgermeister Heiko Voigt. „Ich kann mir die Sachen gut im Foyer von Unternehmen, bei öffentlichen Veranstaltungen, Konferenzen und Messen vorstellen. Ebenso wichtig ist, dass sich Sonneberger Unternehmen zusammengetan haben und gemeinsam an einem Produkt arbeiten. Das bringt nicht nur Synergien, sondern es bleibt auch Wertschöpfung in Sonneberg“, sagte Voigt beim Vor-Ort-Termin im Sonneberger Rathaus.

„Und auch wir werden die Sitzhocker, den Tisch und die Buchstaben weiterhin sehr gern für unsere Außenauftritte nutzen. Bestimmt schon bei einer der nächsten größeren Veranstaltungen“, verspricht er. Dass die Sachen robust, stabil und langlebig sind, davon habe man sich seit der Anschaffung jedenfalls überzeugen können. red

Inhalt teilen
  • kopiert!