32 Mitglieder des Fränkische-Schweiz-Vereins, Ortsgruppe Ebermannstadt, begaben sich auf ihre jährliche Radreise.
Zunächst ging es mit dem Bus nach Laufen an der Salzach. Die Gruppe startete hier zur Radtour Alpe-Adria und fuhr zunächst in die Mozartstadt Salzburg. Nach einer Stadtführung bei heißem Wetter radelten sie nach Hallein, dem ersten Quartier. Dort statteten sie auch dem Grab von Franz Xaver Gruber, dem Komponisten des Weihnachtslieds „Stille Nacht“, einen Besuch ab.
Auf dem Tauern-Radweg ging es dann über den Pass Lueg nach Bischofshofen mit der Skisprungschanze (Vierschanzentournee). Im Gasteiner Tal führte der Weg schließlich bis Dorfgastein. Dabei wurde eine Strecke von gut 80 Kilometern mit 780 Höhenmetern zurückgelegt.
Am dritten Tag ging es weiter steil bergauf, etwa 25 Kilometer mit 330 Höhenmetern bis Bad Gastein mit dem imposanten Wasserfall mitten in der Ortschaft. Zwischen Böckstein und Mallnitz benutzten die Teilnehmer den Zug durch den Tauerntunnel (8400 Meter lang). Im Nationalpark Hohe Tauern (Kärnten) konnten sie atemberaubende Ausblicke auf Österreichs höchste Berge genießen. Über Spittal ging es entlang der Drau nach Villach (Partnerstadt von Bamberg und lange im Eigentum des Fürstbischofs) weiter nach Tarvisio in Italien.
Ab Tarvisio geht es, von kurzen Anstiegen unterbrochen, immer bergab. Nun folgte der Alpe-Adria-Radweg der alten „Pontebbana“, einer aufgelassenen Bahnstrecke. Durch die friaulischen Alpen ging es in intakte, unberührte Natur und ausgedehnte Wälder. Viele Tunnel und Brücken boten Ausblicke in tiefe Flusstäler oder umgebende Berge.
Über Gemona, dem Epizentrum des Erdbebens von 1976, ging es weiter nach Udine und in die sternförmig angelegte Festungsstadt Palmanova. Die Radgruppe hatte an diesem Tag Regen und starken Wind.
Von Strassoldo radelten die Ebermannstadter nach Aquileia, einer ehemals bedeutenden Handels- und Festungsstadt im Römischen Reich. Später war Aquileia ein wichtiges Zentrum für die Verbreitung des Christentums nach Nord- und Osteuropa. Seit 1998 gehört die Stadt wegen ihrer bedeutenden Ausgrabungen zum Weltkulturerbe der Unesco. Interessant sind weiter die Basilika mit prächtigen Mosaiken, der alte Hafen, ein Säulengang und ein Handelshof.
Schließlich ging es nach Grado, einem wunderschönen Küstenort in der Region Friaul/Julisch Venetien und zugleich Ende des Alpe-Adria-Radwegs. Die Stadt liegt auf einer Insel in der Lagune von Venedig. Neben dem traumhaften Sandstrand, dem mediterranen Flair ist auch die Basilika Santa Eufemia aus dem sechsten Jahrhundert zu erwähnen.
Nach gut 400 Kilometern Radeln mit 2480 Höhenmetern ging es am nächsten Tag nach einer Führung in Udine mit dem Bus wieder zurück nach Ebermannstadt.
Bernhard Hübschmann









