Gesundheit
Aktion gegen Verkehrslärm in Heiligenstadt mit Plakaten und Display
Mit Plakaten und Anzeigetafeln wirbt der ADAC für mehr Rücksichtnahme und weniger Lärm im Straßenverkehr.
Mit Plakaten und Anzeigetafeln wirbt der ADAC für mehr Rücksichtnahme und weniger Lärm im Straßenverkehr. // ADAC Nordbayern
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Heiligenstadt

Eine Verkehrsinitiative für weniger Lärm des Automobilclubs ADAC hat Station in Heiligenstadt gemacht. Mit Hinweistafeln fordert der ADAC Nordbayern gemeinsam mit der Gemeinde zu mehr Rücksichtnahme auf.

Denn die Fränkische Schweiz verfügt dank ihrer schönen Landschaft über eine Vielzahl von attraktiven Fahrstrecken. Auch wenn sich viele Motorrad- und Autofahrer rücksichtsvoll verhalten, kommt es laut ADAC gerade an viel befahrenen Strecken aufgrund von Verkehrslärm oftmals zu Konflikten mit Anwohnern.

Daher möchte der ADAC Nordbayern nach eigenen Angaben zu mehr Sensibilität aufrufen und für eine rücksichtsvolle Fahrweise werben. Michael Bayer, Vorsitzender Jugend und Sport beim ADAC Nordbayern, Marco Krieglsteiner von der Polizei Bamberg-Land, Stefan Selig vom Landratsamt Bamberg, Alexander Schrüfer, Bürgermeister in Aufseß, Alfons Brütting, Vertreter des MSC Fränkische Schweiz, Rüdiger Schmid, Leiter Bauamt und Bauhof in Heiligenstadt, und Stefan Reichold, Bürgermeister in Heiligenstadt, stellten gemeinsam mit Anwohnern die ADAC-Verkehrsinitiative für weniger Lärm in Heiligenstadt vor.

Im Rahmen der Aktion „Leise kommt an“ werden vor Ort und in den umliegenden Gemeinden vom ADAC entworfene Schilder und ein elektronisches Lärmdisplay an beliebten Ausflugsstrecken positioniert. Die Tafeln mit Aufschriften wie „Leise fahren. Lärm ersparen!“ oder „Bitte nicht röööhren!“ appellieren an alle Fahrzeugführer zu mehr Rücksichtnahme.

Wer zum Beispiel nicht sofort nach einem Ortsschild stark beschleunigt, sondern abwartet, bis er bebautes Gebiet verlassen hat, leistet demnach bereits einen Beitrag zur Lärmreduktion. „Einzelne Sportwagen und Motorräder, die durch hohe Drehzahlen oder Sportauspuffanlagen übertrieben laut gefahren werden, führen zu einer extremen Lärmbelästigung“, erläutert Michael Bayer.

Laut Messungen des Umweltbundesamts kann die Überschreitung bei Krafträdern 14 bis 26 dB(A) und bei Autos 19 bis 31 dB(A) betragen. „Bereits eine Erhöhung um zehn dB(A) entspricht aber einer Verdoppelung der Lautstärkeempfindung“, erklärt Michael Bayer. „Anstelle von Kollektivstrafen durch pauschale Streckenverbote mit daraus drohendem Ausweichverkehr setzen wir jedoch auf Aufklärung und regen außerdem zu rigiden Ahndungen von Verstößen an“, so Bayer weiter.

Die von den ADAC-Regionalclubs getragene Verkehrsinitiative für weniger Lärm wurde länderübergreifend bereits in mehreren Ortschaften realisiert. Interessierte Gemeinden erhalten gratis die Druckdateien der gewünschten Motive und Hilfestellung bei der Auswahl der Standorte.

Eine weitere Option sind Lärmdisplays, die bei Überschreiten der Lärmschwelle zu leiserem Fahren aufrufen. Für die Gemeinden stellt der ADAC in Bayern zwei solcher Displays zum Ausleihen bereit. red

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