Hallerndorf
Ein Nachmittag für Begegnung, Austausch und neue Ideen
Die Senioren informieren sich über die Unterstützungsangebote. Rentner Paul Pohlmann zeigt, wie man die Gemeinde-App installiert.Mathias Erlwein
Die Senioren informieren sich über die Unterstützungsangebote. Rentner Paul Pohlmann zeigt, wie man die Gemeinde-App installiert.Mathias Erlwein // 
Hallerndorf

Gute Gespräche lassen sich nicht verordnen, aber man kann ihnen einen Raum geben. Genau dafür bot der Seniorennachmittag in der Hallerndorfer Schulsporthalle Gelegenheit.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen, später bei Kaffee und Kuchen, trafen sich mehr als 150 Senioren aus den acht Ortsteilen. Sie plauderten, informierten sich über Hilfsangebote und sammelten Ideen für das Miteinander in der Gemeinde.

Bürgermeister Gerhard Bauer ermunterte die Gäste, die Gelegenheit zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Angebote für ältere Menschen in der Gemeinde kennenzulernen. An mehreren Infoständen gab es dazu reichlich Gelegenheit. Dabei wurde schnell klar, dass hinter vielen Angeboten Menschen stehen, die sich mit Zeit, Herz und guten Ideen für andere einsetzen.

Die Quartiersarbeit der Gemeinde, geleitet von Renate Müller, zeigte, welche Unterstützung bereits vor Ort zu finden ist und wo neue Ideen gefragt sind. Ein Beispiel dafür ist der Seniorenfahrdienst. Maren Magens-Richter informierte darüber.

Auch beim Internetcafé ging es um ganz praktische Hilfe. Unter dem Motto „Senioren für Senioren“ wollen Ehrenamtliche älteren Menschen den Umgang mit Smartphone und Internet erleichtern. Zunächst sind drei Termine vorgesehen.

Rentner Paul Pohlmann gab schon beim Seniorennachmittag erste Tipps und installierte auf einigen Handys die Gemeinde-App. Eine 77-jährige Seniorin aus Trailsdorf nutzte die Gelegenheit gleich und vereinbarte einen Termin für die Sprechstunde. „ Ich habe keine Kinder, die ich bei Technik-Problemen mit dem Handy fragen kann“, erklärte sie.

Nicht jede Unterstützung hat mit dem Smartphone zu tun. Monika Kraus aus Willersdorf stellte Möglichkeiten der Trauerbegleitung vor. Bücher über Trauer und den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen boten einen Einstieg in Gespräche über Themen, für die im Alltag oft wenig Raum bleibt.

Auch die offenen Quartierstreffen wurden vorgestellt. Sie laden dazu ein, andere Menschen kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Hilde Rumpler stellte ihre Kräuterspaziergänge vor.

Die Tanzgruppe der DJK Hallerndorf sorgte mit ihrem Auftritt für Schwung und Abwechslung, bevor Pfarrer Matthias Steffel mit einer heiligen Messe den Nachmittag besinnlich ausklingen ließ.

Ob die Gemeinde ihre Seniorennachmittage in den kommenden Jahren in gewohnter Form anbieten kann, ist angesichts der angespannten Finanzlage allerdings offen. Bürgermeister Bauer betonte: „Diese Treffen sind nicht mit Geld zu bezahlen und es ist auch eine Wertschätzung unserer älteren Generation gegenüber. Hier sollte man keinesfalls an der falschen Stelle sparen.“

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