Gößweinstein
Gottesdienst im Freien in Wichsenstein
Rund 200 Besucher nahmen am Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Dorfplatz in Wichsenstein teil.
Rund 200 Besucher nahmen am Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Dorfplatz in Wichsenstein teil. // Agnes Brendel
Signet des Fränkischen Tags von Agnes Brendel
Gößweinstein

In der Pfarrei St. Erhard Wichsenstein fand das Fest Maria Lichtmess mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Dorfplatz statt. Unter der alten Linde war eigens ein Altar errichtet.

Die alte Tanzlinde wurde mit farbigen LED-Strahlern in Szene gesetzt, zahlreiche aufgestellte Öllichter tauchten den Platz zusätzlich in ein warmes, stimmungsvolles Licht.

Der Organisator Achim Roppelt begrüßte im Namen des Pfarrgemeinderates die rund 200 Besucherinnen und Besucher. Neben vielen Einwohnern waren auch zahlreiche Gäste von außerhalb gekommen. Eröffnet wurde die Feier von Andriy, einem ukrainischen Kriegsflüchtling, der seit Ausbruch des Krieges in der Gemeinde lebt. Mit seinem Akkordeon und einem feierlich vorgetragenen „Ave Maria“ schuf er eine würdige Einstimmung auf den Gottesdienst.

Pfarrer Hans Lyer, der eigens aus Ebern kam, stellte in seiner Predigt die biblische Erzählung von Maria Lichtmess in den Mittelpunkt. Maria und Josef, so berichtete er, brachten ihren Sohn Jesus in den Tempel nach Jerusalem, um ihn Gott darzustellen. Dort erkannte der fromme Simeon in dem Kind „das Licht zur Erleuchtung der Völker“. An dieses Ereignis erinnert das christliche Fest der Darstellung des Herrn, das 40 Tage nach Weihnachten gefeiert wird.

Die Symbolik von Licht und Dunkelheit griff Pfarrer Lyer auf, um den Blick auf die Gegenwart zu richten. Er warb eindringlich für Frieden, Menschlichkeit und Zusammenhalt und sprach dabei sowohl den Krieg in der Ukraine als auch die aktuellen Konflikte im Gaza-Streifen an. Zudem erinnerte er an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee.

Die Kollekte des Abends kam Hilfsprojekten in Kiew zugute und soll dort für Medikamente, Kleidung und medizinische Versorgung eingesetzt werden. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde der Blasiussegen erteilt. Der heilige Blasius soll der Überlieferung nach einen Jungen vor dem Ersticken gerettet haben, indem er für ihn betete. Der Segen, der traditionell rund um den Blasiustag gespendet wird, gilt als Schutz vor Halskrankheiten und Unheil.

Zum Ausklang dankte Pfarrer Hans Lyer der Gemeinde für die Organisation und die besondere Atmosphäre und lud die Anwesenden zu Bratwürsten und Glühwein ein. Auch Achim Roppelt richtete Worte des Dankes an alle Helferinnen und Helfer sowie an die Besucher. Agnes Brendel

Es ging uns immer darum, die hausärztliche Versorgung in Fuchsstadt zu sichern.

Christina Holleber–Sobtzick Hausärztin

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