�„Ein wundervolles Bild, diese Schlachtenreihe der Kanonen, die Tod und Verderben aus ihren Rohren schicken“: Mit einem gewollt provokanten Einstieg in der Ansprache am Ehrenmal begann die Feierstunde am Kriegerdenkmal, welche den Kern des traditionellen Vereinstags des Krieger- und Militärvereins Schlaifhausen darstellt.
Auftakt war zuvor ein Friedenswortgottesdienst, welcher wieder von zahlreichen Krieger-, Soldaten-, Veteranen- und Reservistenkameradschaften unterschiedlicher Traditionsverbände begleitet wurde. Die in der Kirche mitgeführten Fahnen gaben dem Gottesdienst einen würdevollen und eindrucksvollen Rahmen. In der anschließenden Feierstunde am Ehrenmal griff der Vorsitzende Markus Schirmer in seiner Rede das „Unternehmen Barbarossa“ auf, welches sich dieses Jahr zum 85. Mal jährt.
Die eingangs aufgeführte authentische Tagebuchaufzeichnung von Unteroffizier Johann Nikolaus Wohlhöfner (geb. am 26. August 1914 in Schlaifhausen/gef. am 17. Februar 1942 in Gschatsk/Russland), datiert auf den 22. Juni 1941, verdeutlicht die Tragik des Krieges, aus welcher eine anfängliche Kriegsbegeisterung für den beginnenden Ostfeldzug durchschimmert.
Postwendend folgte der unmittelbare Kontrast: „Ich habe die traurige Aufgabe Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Sohn (…) am 17. Februar 1942 in unserem Feldlazarett an den Folgen eines schweren Lungenschusses (…) verstorben ist“ – so die verlesene Gefallenenmeldung aus dem Feldlazarett. Schirmer unterstrich, dass das Schicksal von Johann Nikolaus Wohlhöfner, welches für viele Millionen von Gefallenen stehe, stets ein Appell sowie Mahnung zu Frieden und Versöhnung sei.
Den Abschluss der feierlichen Zeremonie bildete die Kranzniederlegung am Ehrenmal durch Unteroffizier (FA) Felix Meßbacher vom 3. Panzerartilleriebataillon 131 in Weiden unter den Klängen des „Guten Kameraden“ und der deutschen Nationalhymne.
Seine Fortsetzung fand der Vereinstag im Sportheim, wo die Blaskapelle Wiesenthau-Schlaifhausen für zünftige Unterhaltung sorgte. Das Sportheim platzte sprichwörtlich aus allen Nähten und selbst der letzte freie (Steh-) Platz war heiß umkämpft.
Bei den anschließend stattfindenden Ehrungen wurden zahlreiche Vereinsmitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit sowie aktive Tätigkeit in der Reserve der Bundeswehr geehrt.
Die rundum gelungene Veranstaltung fand schließlich in den späten Mittagsstunden ihr Ende.
Markus Schirmer, Krieger-/Militärverein Schlaifhausen
Es ging uns immer darum, die hausärztliche Versorgung in Fuchsstadt zu sichern.“









