Forchheim
Keine gesunden Menschen ohne gesunde Erde
Klaus-Dieter Preis bei seinem Vortrag.
Klaus-Dieter Preis bei seinem Vortrag. // Eugen Wette-Köhler
Signet des Fränkischen Tags von Klara Günther
Forchheim

Zur Auftaktveranstaltung des „Forums Johannes Mohr“ in St. Gereon ging Landrat Hermann Ulm in seinem Grußwort auf seine Erfahrungen mit dem Erstwerk des Referenten, „Die ökologische Region“, vor mehr als 20 Jahren ein. Er wünschte der Vortrags- und Workshop-Reihe gutes Gelingen. Er habe Johannes Mohr als engagierten Mitarbeiter geschätzt, der unter anderem dafür gesorgt habe, dass die Wässerwiesen den Status des Weltkulturerbes erhielten.

Muss bei einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit beim Auftreten menschlicher Krankheiten nicht auch die Zerstörung der Lebensgrundlagen einbezogen werden? Diese Frage bejahte der Referent des Abends, der Humanmediziner Klaus-Dieter Preis. Ausgehend von seinen langjährigen Erfahrungen als Allgemeinarzt mit naturheilkundlichem Hintergrund, spannte er den thematischen Bogen des Themas „Planetary Health“ von der Verkürzung des medizinischen Gesundheitsverständnisses auf das Ergebnis technischer Untersuchungen bis zu den heutigen Bedrohungen, denen die menschlichen Lebensgrundlagen ausgesetzt sind. „Alles hängt mit allem zusammen. Keine noch so geringe Aktion ist ohne Einfluss auf das Ganze.“

Bei seinen Ausführungen zitierte Preis wiederholt aus seinen jüngsten Büchern: „Die fatale Verkürzung der Welt. Plädoyer für eine gesunde Medizin und Gesellschaft“ und ergänzte die Zitate durch anschauliche Beispiele.

Nach dem Vortrag bat der Vorsitzende der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz, Ulrich Buchholz, die Anwesenden, Themen und Maßnahmen zu benennen, die in den kommenden Jahren in Forchheim und im Landkreis in Angriff genommen werden sollten. Diese sollen die Verbesserung der Lebensgrundlagen in der Region durch die neu zu wählenden Lokalpolitiker bewirken.

An der Pinwand entstand so ein buntes Bild, das durch eine Bepunktung nach Wichtigkeit noch an Aussagekraft gewann. Dieses „Votum“ wird von den Veranstaltern weitergeleitet und kann als Anregung für weitere Veranstaltungen des „Forums Johannes Mohr“ dienen.

Klara Günther

Es ging uns immer darum, die hausärztliche Versorgung in Fuchsstadt zu sichern.

Christina Holleber–Sobtzick Hausärztin

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